Bayerischer Landtag

Landtagspräsidium setzt Regionalbesuche fort

Mittwoch, 6. Juni 2012
Informationsreise führt ins nördliche Oberbayern

München. Das Präsidium des Bayerischen Landtags setzt seine Besuche in der Region fort.

Am Montag, 18. Juni 2012, findet eine ganztägige Informationsreise ins
nördliche Oberbayern statt.

Das Gremium unter der Leitung von Landtagspräsidentin Barbara Stamm will sich auf dieser Tour selbst ein Bild von der aktuellen Situation in der Region zwischen Eichstätt und München machen. Die Stationen liegen in den Landkreisen Dachau, Fürstenfeldbruck, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen an der Ilm. Besichtigt werden Vorzeigeprojekte im Bereich nachhaltiger Energieformen und Energienutzung sowie soziale Einrichtungen. Im Amtsgericht Dachau informieren sich die Präsidiumsmitglieder über die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen, die nach den tödlichen Schüssen auf einen Staatsanwalt im Januar 2012 angeordnet wurden. „Die Bürger und Bürgerinnen sollen spüren, dass wir ihre Sorgen und Anliegen ernst nehmen“, beschreibt Landtagspräsidentin Barbara Stamm das An-liegen dieser Reise unter dem Motto: „Die Volksvertretung kommt zum Volk.“

Das Programm beginnt am 18. Juni 2012 um 9.30 Uhr im Kloster Scheyern. Dort werden das Biomasse-Heizkraftwerk und die klostereigene Brauerei besichtigt, die nach einem ei-genen Nachhaltigkeitskonzept arbeitet. Das Kraftwerk, das seit 2006 läuft und mit Hack-schnitzeln betrieben wird, versorgt den gesamten Klostertrakt mit der Berufsoberschule, dem BOS-Wohnheim, der Gaststätte einschließlich Hotel, der Metzgerei, der Brauerei und der Gärtnerei mit der nötigen Wärme. Ein großer Teil des benötigten Holzes wächst im Klosterforst nach.

Zum Mittagessen um 11.30 Uhr in Schrobenhausen sind Kommunalpolitiker und Vertrete-rInnen von Verbänden – zum Beispiel vom Spargelerzeugerverband - eingeladen, um den Dialog zur Nachhaltigkeit in den unterschiedlichen Bereichen fortzusetzen und Probleme auf diesem Weg vorzubringen. Um 14.45 Uhr beginnt dann der Besuch im Franziskuswerk Schönbrunn. Dort werden geistig und mehrfach behinderte Kinder, Jugendliche und Er-wachsene bis ins hohe Alter betreut. Die verschiedenen Einrichtungen bieten ein differenziertes Angebot an Wohn-, Therapie-, Arbeits-, Bildungs- und Freizeitmöglichkeiten. Themen hier sind die UN-Behindertenrechtskonvention und die Konsequenzen für das Franzis-kuswerk Schönbrunn. Das Präsidium des Bayerischen Landtags lernt das geplante Modellprojekt inklusives Wohnen kennen, spricht mit Fachleuten über Herausforderungen und Lösungen einer inklusiven Schule und informiert sich im Werkstattbereich über das Bil-dungs- und Förderungskonzept des Franziskuswerkes.

Die nächste Station auf dieser Informationsreise ist gegen 16.45 Uhr die Müllverbrennungsanlage Geiselbullach in der Gemeinde Olching, ein Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Fürstenfeldbruck. Am Beispiel dieser Müllverbrennungsanlage sollen die spezifischen Herausforderungen der Energiewende in Bayern dargestellt werden: In Geiselbullach verpuffen derzeit noch 85 Prozent der anfallenden Wärme ungenutzt. Das sind mehr als 200 000 Megawattstunden pro Jahr. Bei dem Termin sollen unter anderem der Bau von Fernwärmeleitungen und die Forderung nach staatlichen Zuschüssen für solche Projekte erörtert werden.

Im Amtsgericht Dachau diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer um 18 Uhr das neue Sicherheitskonzept, das nach den tödlichen Schüssen am 11. Januar 2012 in einem Gerichtssaal auf einen Staatsanwalt erarbeitet wurde. Gesprächsteilnehmer sind Amtsgerichtsdirektor Klaus Jürgen Sonnabend und Geschäftsleiter Erich Frisch. Die Informationsreise endet um 19 Uhr mit einem Empfang im Dachauer Schloss. Landtagspräsidentin Barbara Stamm erwartet dabei rund 500 Gäste aus allen gesellschaftlichen Gruppen, vor allem viele ehrenamtlich tätige Mitbürgerinnen und Mitbürger.

MedienvertreterInnen sind zur Teilnahme am gesamten Programm bzw. an einzelnen Programmpunkten herzlich eingeladen.

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