Bayerischer Landtag

Landtag gedenkt des langjährigen BR-Journalisten Bernhard Ücker

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Der Bayerische Landtag hat heute zu Beginn der Plenarsitzung des langjährigen Journalisten des Bayerischen Rundfunks, Bernhard Ücker, der am 19. September in Gmund am Tegernsee im Alter von 94 Jahren verstorben ist, gedacht. I. Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet betonte in seinen Eröffnungsworten: „Herr Ücker war bis zu seinem Ruhestand 1988 einer der bekanntesten Journalisten Bayerns. 1945 gehörte er zu den ersten Reportern von ‚Radio München‘, dem Vorläufer des Bayerischen Rundfunks. Einem großen Publikum wurde er durch seine Kommentare zur bayerischen Landespolitik bekannt. Von 1953 bis 1988 verfasste er den Wochenkommentar ‚Aus dem Maximilianeum‘, der zu den meist gehörten Sendungen des Bayerischen Rundfunks zählte. Seine mehr als 1.100 Kommentare sind mittlerweile als Dokumente der Zeitgeschichte im Münchner Institut für Zeitgeschichte archiviert. Herr Ücker hat sich um die mediale Vermittlung von Politik in unserem Land große Verdienste erworben. Der Bayerische Landtag wird dem Verstorbenen ein ehrendes Gedenken bewahren.“ In einem Kondolenzschreiben an Bernhard Ückers Ehefrau Irmelin hat Landtagspräsidentin Barbara Stamm die Lebensleistung des Journalisten ebenso gewürdigt. Er habe die Berichterstattung über die bayerische Landespolitik nach dem Krieg in besonderer Weise mitgeprägt. Zudem lobte ihn die Landtagspräsidentin als scharfen Analytiker der politischen Entwicklungen und einen Kenner des Landtags, seiner Mechanismen und Eigenheiten wie nur wenige andere es waren. Für seine herausragenden Verdienste wurde Bernhard Ücker unter anderem mit der Verfassungsmedaille in Gold geehrt. /ap

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