Bayerischer Landtag

24.10.2011 - Energiekommission berät über Fahrplan zur Energiewende

Montag, 24. Oktober 2011
- Von Zoran Gojic -

Die Mitglieder der neu geschaffenen Energiekommission haben in ihrer ersten „richtigen“ Arbeitssitzung die Schwerpunkte ihrer künftigen Arbeit benannt. Quer durch die Fraktionen bestand dabei Einigkeit über die wichtigsten Punkte. Neben dem Fokus auf möglichst weitgehende dezentrale Energieversorgung und dem Ausbau des Stromnetzes gilt das Augenmerk auch der Forschung, etwa bei Energiespeichertechniken und dem energetischen Sanieren. Die Möglichkeiten größerer Energieeffizienz sollen ebenso erörtert werden wie die Frage nach der Zukunft der Mobilität. Bei all dem sollen immer auch Chancen und Folgen für die Kommunen berücksichtigt werden.
Völlig einig war man sich, dass langfristig der Anteil erneuerbarer Energie bei 100 Prozent liegen muss. Dabei soll die Entwicklung der Strompreise mit Rücksicht auf den Wirtschaftsstandort Bayern verträglich gestaltet werde - sowohl für den privaten Verbraucher als auch die Unternehmen.
Und wichtig war allen Kommissionsmitgliedern noch eines: der Umbau des Energiesektors dürfe nicht zu Versorgungslücken führen, die man mit importierter Atomenergie oder „dreckigem“ fossilen Strom von europäischen Nachbarn stopfen müsse. Wie man all diese herkulischen Aufgaben bewältigen soll, wird man in den nächsten Sitzungen mit Experten erörtern. Es bleibt viel zu tun auf dem Weg zur Energiewende, bei dem man nicht vom „Pfad des Klimaschutzes“ abweichen will, wie der Ausschussvorsitzende Tobias Reiß (CSU) formulierte.

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