Bayerischer Landtag

Ausschuss für Fragen des öffentlichen Dienstes: Studenten im Bereich Finanzwesen über die Schulter geschaut

Dienstag, 24. Mai 2011
– Von Katja Helmö –


Wie groß ist die Nachfrage nach dem Studiengang Finanzwesen an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Herrsching? In welche fachlichen Schwerpunkte bzw. Fachrichtungen ist das Studienangebot unterteilt? Wie sind Lehrsäle und Unterkünfte ausgestattet? Bis wann wird der Neubau in Herrsching fertiggestellt sein? Wie lange wird die Außenstelle in Kaufbeuren benötigt werden? Zu diesen Fragen informierten sich am 24. Mai die Mitglieder des Ausschusses für Fragen des öffentlichen Dienstes im Rahmen einer externen Sitzung vor Ort.

Im Fachbereich Finanzwesen – mit Blick auf die Studierendenzahl der drittgrößte Bereich innerhalb der Fachhochschule nach dem Bereich Allgemeine Innere Verwaltung und Polizei – werden die Beamten der dritten Qualifizierungsebene für die Steuerverwaltung und die Staatsfinanzverwaltung ausgebildet. Studierende erwerben dort nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Studiums den Titel Diplom-Finanzwirt/in FH bzw. Diplom-Verwaltungswirt/in FH.

„Die dreijährige Ausbildung erfolgt im Wechsel von Studiengängen und berufspraktischen Studienzeiten an Ausbildungsämtern. Damit ist sichergestellt, dass das theoretische Wissen gleich in der Praxis erprobt werden kann“, erläuterte Fachbereichsleiter Dr. Wernher Braun.

Ingrid Heckner, Vorsitzende des Ausschusses für Fragen des öffentlichen Dienstes, lobte das Studienangebot und die Studienbedingungen in Herrsching. Aufgrund der hohen Ruhestandseintritte sei in den kommenden Jahren mit steigenden Ausbildungszahlen zu rechnen. Durch den Neubau sei sichergestellt, dass auch die künftigen Studierenden gute Rahmenbedingungen vorfinden würden.

Stefan Schuster, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses, zeigte sich ebenfalls zufrieden mit der Ausbildungssituation der Finanzbeamten in Herrsching. Mit Blick auf die geplante Absenkung der Eingangsbesoldung wies er allerdings auf die Gefahr hin, dass das vom Freistaat gut ausgebildete Personal in Zukunft verstärkt von der freien Wirtschaft abgeworben wird.


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