Bayerischer Landtag

Ausschuss Öffentlicher Dienst: Antrag von CSU und FDP zu Tele- und Wohnarbeitsplätzen ohne Gegenstimme beschlossen

Dienstag, 6. Dezember 2011
- Von Alexandra Kournioti -

Tele- und Wohnarbeitsplätze tragen bei denjenigen, die sie haben, zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei. Dass es an diesem Zusammenhang keinen Zweifel gibt, das hat sich bei einem Antrag der beiden Regierungsfraktionen von CSU und FDP gezeigt: „Ausbau von Tele- und Wohnarbeitsplätzen in der öffentlichen Verwaltung" war der Vorstoß überschrieben. Ihm haben die Mitglieder des Ausschusses für Fragen des öffentlichen Dienstes in ihrer jüngsten Sitzung fraktionsübergreifend zugestimmt. „Der Antrag greift das Anliegen der Staatsregierung auf, den Anteil der weiblichen Beschäftigten auch bei Führungsaufgaben zu erhöhen", sagte Bernhard Seidenath (CSU). Zwar zielten bereits Instrumente wie flexible Arbeitszeiten und Teilzeit-Stellen auf diese Entwicklung ab. Tele- und Wohnarbeitsplätze seien aber noch effektiver. Explizit lobte Seidenath das Finanzministerium: „Hier hat man die Anzahl der Tele- und Wohnarbeitsplätze um 100 auf insgesamt 600 erhöht", berichtete er.

Eine Strategie, die auch Diana Stachowitz (SPD) begrüßte: In ihren Augen ist die besagte Form der Arbeitsplätze „unabdingbar, um kindgerechtes Arbeiten zu ermöglichen". Zu den Vorteilen der Tele- und Wohnarbeitsplätze zähle, dass sich die Beschäftigten Anfahrtszeiten zum Arbeitsplatz sparen könnten. Obwohl sie im Antrag von CSU/FDP „verbindliche Ziele" vermisst, hegt die Sozialdemokratin nach eigener Aussage „die Hoffnung, dass Familienfreundlichkeit in der öffentlichen Verwaltung Bayerns Stück für Stück zunimmt."

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