Bayerischer Landtag

Bildungsausschuss: Lehrkräfte berichten über Fortbildung in Israel

Lehrkräfte berichten über ihre Fortbildungsmaßnahmen in Israel. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Dienstag, 26. Januar 2016

München. Am 26. Januar 2016 lud der Bildungsausschuss Lehrerinnen und Lehrer aus Berufsschulen im Landtag über ihre Erfahrungen bei einem Fortbildungsprogramm in Israel zu berichten. Im August 2015 absolvierten 19 Lehrkräfte von Berufsschulen, Berufsfachschulen, Berufsoberschulen und Beruflichen Schulzentren aus Bayern mehrere Workshops in Israel. Neben dem Erfahrungsaustausch im Bereich der Ausbildung zu Fachkräften standen vor allem neue Ansätze zur Vermittlung des Holocaust und der besonderen deutsch-jüdischen Beziehungen im Mittelpunkt.

Der Landtag unterstützt den Austausch mit Israel ausdrücklich

Der Bayerische Landtag unterstützt den Austausch mit Israel auf der Bildungsebene seit Jahren – der Impuls für die Fortbildung von Lehrkräften aus dem Gebiet der Berufsausbildung entstand genau vor einem Jahr beim 2. Israel-Tag im Landtag. Landtagspräsidentin Barbara Stamm begrüßte die Lehrkräfte im Landtag und betonte in wie wichtig die Erinnerungsarbeit mit jungen Menschen bleiben wird: „Ich bedanke mich dafür, dass sie hier sind, um darüber zu sprechen wie man auf diesem Feld konkret weiter arbeiten kann. Ich stelle immer wieder fest, wie ansprechbar die junge Generation für dieses Thema ist und das gilt für alle Schularten. Das ist mein Anliegen und ihr wichtiger Beitrag als Lehrkräfte: die jungen Menschen für Demokratie und Freiheit zu begeistern. Und wir als Landtag unterstützen die Möglichkeiten zur Begegnung. Dies muss die Stunde der demokratischen Parteien sein“.

Positive Erfahrungen - und Hürden für Ausweitung des Programms

Im anschließenden Austausch stellte sich heraus: die Erfahrungen der Lehrkräfte waren durchweg positiv. Insbesondere die Möglichkeit mit speziell geschulten Experten an der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem zu arbeiten. Wer es einmal miterlebt habe, der verstehe, dass dieser Bestandteil unverzichtbar sei, so lautete der einhellige Tenor. Jeder habe etwas Neues für sich und seinen Unterricht mit nachhause genommen. Als tendenziell schwierig beurteilten viele der Lehrkräfte den Austausch mit den Schülerinnen und Schüler auszuweiten. Es gebe praktische Hürden wie die sehr geringe Zahl der Berufsschüler in Israel mit denen man Austauschprojekte vorantreiben könne. Zudem wäre es schwierig die Verantwortung für Schülerinnen und Schülern bei potentiell riskanteren Sicherheitslagen, die sich in Israel immer wieder ergeben können. Nicht zuletzt spielen die Kosten eine Rolle, darauf wiesen ebenfalls viele der Lehrerinnen und Lehrer hin. Israel sei ein teures Ziel und den Betrieben, die ja die Ausbildung bezahlen, müsse die Bedeutung solcher Austauschprojekte vermittelt werden. Ausschussvorsitzender Martin Güll (SPD) bedankte sich für die vielen Anregungen und versprach, der Ausschuss werde das Thema weiterhin mit besonderem Augenmerk verfolgen. Der stellvertretende Ausschussvorsitzende Gerhard Waschler (CSU) versicherte, in dieser Frage gebe es zwischen allen Fraktionen Einigkeit. / zg

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