Bayerischer Landtag

Bildungsausschuss empfängt israelische Schulklasse

Freitag, 20. Juli 2012
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Mitglieder des Bildungsausschusses im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern aus
Israel und Deutschland.

Im Mai hatte der Bildungsausschuss bei seiner Informationfahrt durch Israel unter anderem die Pisgat Zeev Highschool im Norden Jerusalems besucht, die ein Austauschprojekt mit dem Oberstdorfer Gymnasium hat. Ende Juli sind sie eine Woche Gast in Oberstdorf. Ausschusvorsitzender Martin Güll hatte die Klasse damals spontan zu einem Besuch im Bayerischen Landtag eingeladen. Nun kamen die Schülerinnen und Schüler aus Israel der Aufforderung nach und brachten auch ihre deutschen Austausch-Partner aus Oberstdorf mit. In einer angeregten, lebhaften Diskussion berichteten die Schülerinnen und Schüler aus Israel und dem Allgäu über ihre Erfahrungen. Tenor: Junge Israelis und Deutsche sind sich ähnlicher als sie zuvor gedacht hätten. Erstaunlich abgeklärt berichteten beide Seiten von ihren Eindrücken. Die Gastfreundschaft in Deutschland wurde von den Israelis betont und die Bereitschaft, sich auch mit den dunklen Seiten der deutsch-jüdischen Geschichte zu befassen. Insbesondere der Besuch der Gedenkstätte im ehemaligen KZ Dachau wurde als besonders wichtig eingestuft - von beiden Seiten. "Es war deswegen so eindrucksvoll, weil wir den Ort gemeinsam besucht haben und dort unsere Empfindungen austauschen konnten", brachte es eine Schülerin aus Oberstdorf auf den Punkt. Die jungen Israelis beeindruckte der hohe Stellenwert des Umweltschutzes in Deutschland. "Das kennen wir aus Israel in der Form nicht und ich finde es gut, dass Deutschland ein ökologisches Bewusstsein hat", fasste ein israelischer Schüler seine Eindrücke zusammen. Allerdings ging es nicht nur um Politik - im Vordergrund stand vor allem der enge persönliche Kontakt, die Möglichkeit sich kennen zu lernen. Auf Nachfrage der Bildungsausschussmitglieder zeigten sich alle Schüler davon überzeugt,dass es weiterhin regen Kontakt geben wird. "Wissen Sie, wir sind all bei Facebook" erklärte eine junge Oberstdorferin den Abgeordneten. Deutschland ist übrigens, wie die israelischen Lehrer betonten,Wunschland Nummer eins in Israel, wenn es um Schüleraustausch geht - noch vor Frankreich und den USA. Ausschussvorsitzender Martin Güll und sein Stellvertreter Georg Eisenreich versicherten Lehrern und Schülern die volle Unterstützung des Landtags beim Ausbau deutsch-israelischer Austauschprogramme und weiterführender Bildungsprojekte. / zg

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