Bayerischer Landtag

Hochschulausschuss: Abgeordnete nehmen Kulturfonds-Zuwendungen unter die Lupe

Mittwoch, 6. Juli 2011
– Von Anna Schmid –

„Der Kulturfonds ist ein Erfolgsmodell, das für die Zukunft erhalten werden muss“, sagte Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch vor dem Ausschuss für Hochschule, Forschung und Kultur. In dessen 50. Sitzung berichtete der Minister über die Vergabe der Mittel aus diesem Topf. Zum Beispiel werden das Belacqua-Theater in Wasserburg am Inn, die internationale Meistersinger Akademie in Neumarkt, das Brechtfestival in Augsburg und eine Reihe größerer und kleinerer Kulturprojekte unterstützt.

Mit dem Geld aus dem Fonds fördert die bayerische Staatsregierung seit 1996 Kulturprojekte in ganz Bayern, mit Ausnahme der beiden Großstädte München und Nürnberg. 167 Anträge seien heuer eingegangen, 140 davon bewilligt worden, sagte Heubisch. Die meisten Projekte fördert die Staatsregierung in 2011 in Oberfranken, Schwaben und Mittelfranken.

Die Verteilung sei gut gelungen, die Zuwendungen dienten insbesondere der Kulturförderung in der Region, unterstrich der Ausschussvorsitzende Bernd Sibler (CSU). Dort könne man oft mit wenig Geld viel bewegen. Auch Annette Bulfon (FDP) lobte den Fonds. Welche Mittel für was eingesetzt würden, sei transparent, wies sie Vorwürfe von Seiten der Opposition zurück.

Michael Piazolo (FREIE WÄHLER), hatte unter anderem bemängelt, dass nicht klar sei, wann Projekte gefördert würden, und wann nicht. Christoph Rabenstein (SPD) kritisierte die Kürzung der Mittel. Über die Berechtigung eines Donald Duck Museums in Schwarzenbach zu streiten sei „provinziell“, sagte er mit Blick auf den Oppositionskollegen Sepp Dürr (Bündnis 90/ Die Grünen). Dieser hatte den Fond als „gutes, aber schlecht genutztes Instrument“ bezeichnet und unter anderem gefragt, ob ein solches Museum in Bayern wirklich gebraucht werde. Er musste deswegen von allen Seiten viel Kritik einstecken.

Würde er die Förderwürdigkeit des Museums und damit Comics als Kunstform anzweifeln, so müsste er mit berechtigter Schelte in der Öffentlichkeit rechnen, antwortete der Minister. Dass es Kürzungen im Fond gegeben habe, sei nicht richtig, sagte er. Zumindest seit Beginn seiner Amtszeit seien die Mittel stets die gleichen geblieben.

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