Bayerischer Landtag

Kinderkommission zieht positive Bilanz nach der dritten Etappe

Donnerstag, 29. März 2012
„Es war ein erfolgreicher dritter Turnus der Kinderkommission", bilanzierte die Vorsitzende dieser Etappe, Eva Gottstein, am 29. März im Sozialausschuss. Die KiKo des Landtags habe in fünf Sitzungen drei Beschlüsse gefasst, zahlreiche Anliegen von Kindern aufgegriffen und den Informationsaustausch mit anderen Netzwerken und Einrichtungen, etwa der Kinderkommission des Deutschen Bundestages, gesucht bzw. intensiviert.

Zum Turnuswechsel halten die jeweiligen Vorsitzenden der Kinderkommission (KiKo) Rückschau und legen dem Sozialausschuss dazu einen Tätigkeitsbericht vor, so ist es in der Geschäftsordnung festgelegt. Mit Blick auf die dritte Etappe (17. Mai 2011 bis 30. Januar 2012) hob Eva Gottstein die Beschlüsse der KiKo zum Thema „Familienpflege“ sowie zur Einbeziehung von Asylbewerberkindern beim Teilhabeaspekt hervor: „Hierzu haben wir bei den Ministerien jeweils Informationen zum Sachstand eingeholt und uns für die Umsetzung eingesetzt.“ Gottstein berichtete auch von einer Reihe von Veranstaltungen, unter anderem die Einberufung eines Kinderparlaments im Juli 2011, bei der sich die Mitglieder der KiKo in fünf Workshops aktiv eingebracht haben. Ein Höhepunkt sei außerdem eine Fahrt nach Berlin gewesen, um sich vor Ort über die Arbeitsweise und die Schwerpunktthemen der Kommission zur Wahrnehmung der Belange der Kinder des Deutschen Bundestages zu informieren: „Natürlich können wir das Bundestagsgremium nicht kopieren, aber es war für unsere politische Arbeit im Landtag wichtig zu sehen, wie das in Berlin läuft“, meinte Gottstein.

Zunehmend würden sich Bürgerinnen und Bürger, Kinder und auch Schulklassen mit ihren Anliegen an die Kinderkommission im Landtag wenden. Die Mitglieder der KiKo hätten diese aufgegriffen und in Zusammenarbeit mit den Ministerien nach Lösungen gesucht. Gottstein verwies dabei etwa auf den Fall der beiden gehörlosen Mädchen Vanessa und Melissa aus Schwaben, die auf Wunsch ihrer Eltern eine Regelschule besuchen sollen, und dazu einen Gebärdendolmetscher benötigen. Bezüglich der Kostenübernahme seien das Kultus- und Sozialministerium zwischenzeitlich in Vorleistung gegangen, informierte Gottstein die Mitglieder des Sozialausschusses.

Um die Arbeit der Kinderkommission in der Öffentlichkeit noch bekannter zu machen, seien zwei Maskottchen – die Löwenkinder Leo und Lea – ins Leben gerufen worden. 550 Kinder hätten im Rahmen eines Namenswettbewerbs dazu ihre Vorschläge an die Kinderkommission des Landtags gesendet, 27 Einsender für Leo und Lea plädiert. „Eine tolle Resonanz“, fand Eva Gottstein. Die beiden Löwenkinder illustrierten nun auch eine Broschüre, mit der sich die KiKo als Lobby für die Belange von Kindern im Freistaat vorstellt./kh

Dritter Tätigkeitsbericht über den Turnus vom 17.05.2011 bis 30.01.2012 mehr . . .

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