Bayerischer Landtag

Unterausschuss Hochschule für Politik: Studenten stehen im Mittelpunkt

Dienstag, 22. Mai 2012
Der neu eingesetzte Unterausschuss Hochschule für Politik legte auf seiner zweiten Sitzung den Fahrplan fest, um ein tragfähiges Konzept für die künftige Arbeit der Hochschule für Politik (HfP) in München zu erarbeiten. Ausschussvorsitzender Oliver Jörg regte eine Vollversammlung von Studierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der HfP an, bei der sich der Unterausschuss vor Ort ein Bild der Stimmungslage und der Sorgen machen möchte. Zudem wurden die Studeierendenvertreter der HfP gebeten unter ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen eine Umfrage durchzuführen. Auf diese Weise soll herausgefunden werden, aus welchen Gründen sich die Studierenden für die HfP entscheiden, was gut oder schlecht läuft und mit welchen Berufswunsch sie an die HfP gingen. In der zweiten Sitzung ging es den Mitgliedern des Unterausschusses vor allem darum, von den Betroffenen zu erfahren, welche Erwartungen sie an die Parlamentarier haben und welche Ziele man gemeinsam anstreben möchte.
Prof. Dr. Rupert Stettner, Leiter der HfP, rief dazu auf, die aktuelle Situation dazu zu nutzen, um der HfP ein tragfähiges Fundament zu geben und den Zustand eines 60-jährigen Provisoriums zu beenden. „Wir haben die Chance einer Anpassung an die Gegenwart. Das ist notwendig, allerdings lege ich Wert darauf, die einzigartigen Traditionen der HfP zu erhalten“, erklärte Stettner vor dem Unterausschuss. Prof. Dr. Hans-Bernd Brosius, Dekan der sozialwissenschaftlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und damit zuständig für die HfP, plädierte ebenfalls für eine Umstrukturierung. Das sei sowohl für das Geschwister-Scholl-Institut (GSI) der LMU wichtig als auch für die HfP. An beiden Instituten würden Politische Wissenschaften gelehrt, da müsse man klare Profile schaffen, um eine Doppelung der Strukturen zu vermeiden. Bei der personellen und organisatorischen Verbindung zwischen GSI und HfP gebe es dringenden Handlungsbedarf. „Die Hochschullandschaft hat sich in den letzten Jahren radikal gewandelt und das GSI wurde inhaltlich und fachlich völlig neu aufgestellt – das Abstellen unseres Personals für die HfP in der bisherigen Form ist nicht mehr zu leisten“, erklärte Brosius.. Der Unterausschuss beschloss eine Bestandsaufnahme der Situation am 5. Juli vorzunehmen und appellierte an beide Parteien, bei allen Auseinandersetzungen immer die Interessen der Studierenden im Auge zu behalten. / zg

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