Bayerischer Landtag

01.07. - 17.07.2009 - Ausstellung "ChemDelta Bavaria: Dynamik und Perspektive - gemeinsam die Zukunft der Region sichern"

Das Bayerische Chemiedreieck, eine Wirtschaftsregion im Südosten Bayerns mit mehr als 25.000 Beschäftigten von überwiegend weltweit tätigen Unternehmen der chemischen Industrie, steht im Mittelpunkt der neuen Ausstellung des Landtags „ChemDelta Bavaria: Dynamik und Perspektive – gemeinsam die Zukunft der Region sichern“.

Bild: Industriepark im Bayerischen Chemiedreieck
Industriepark im Bayerischen Chemiedreieck | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

– Von Katja Helmö –

Vom 1. bis 17. Juli stellen sich 18 Firmen des Bayerischen Chemiedreiecks, die sich zur Initiative „ChemDelta Bavaria“ zusammengeschlossen haben, der Öffentlichkeit im Maximilianeum, Foyer Nord, vor. Gemeinsam erwirtschaften diese Unternehmen mit ihren Produkten jährlich einen Umsatz von mehr als 8 Milliarden Euro. Dies sind über zwei Drittel des gesamten Chemieumsatzes in Bayern oder sechs Prozent der chemischen Industrie in Deutschland insgesamt. Nahezu 75.000 Beschäftigte in der Region sind direkt oder indirekt mit diesem Wirtschaftszweig verbunden.

Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Prosperität
und öffentlichen Infrastrukturmaßnahmen

Deutlich wird in der Ausstellung insbesondere der Zusammenhang zwischen öffentlichen Infrastrukturmaßnahmen und Investitionen durch die Industrie in der Region: Bis 2011 werden die Unternehmen im Bayerischen Chemiedreieck rund 2,5 Milliarden Euro in Produktionsanlagen und Standortinfrastruktur investieren.

Einen entscheidenden Impuls dazu gab die 2007 im Landtag beschlossene Bereitstellung von Fördermitteln für den Bau der Ethylenpipeline Süd (EPS). Durch deren Realisierung wird das Bayerische Chemiedreieck Anschluss an die Ethylenpipeline in Ludwigshafen, und damit an das strategisch wichtige nordwesteuropäische Pipelinenetz, erhalten.

Prägnant und anschaulich werden auf den Informationstafeln die Produkte von „ChemDelta Bavaria“ und deren Verarbeitung entlang der Wertschöpfungskette erklärt. Aufgezeigt werden Wettbewerbsvorteile von „ChemDelta Bavaria“, wie etwa deren ausgereifter Produktionsverbund, aber auch Schwächen der Region: die bislang unzureichende Verkehrsinfrastruktur. Seit Jahren fordert die Industrie die dringend notwendige Kapazitätserweiterung der Bahn durch Elektrifizierung und den zweigleisigen Schienenausbau nach München, ebenso wie den Ausbau der Autobahn A 94. Die Initiative „ChemDelta Bavaria“ will dabei der Politik und der Öffentlichkeit den Handlungsbedarf beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur aufzeigen.

Öffnungszeiten
Die Ausstellung kann vom 1. bis 17. Juli 2009, jeweils Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und Freitag von 9 bis 13 Uhr, im Foyer Nordbau des Maximilianeums besichtigt werden. An Sonn- und Feiertagen ist geschlossen. Eingang Ostpforte. Verkehrsverbindung Linien U4 / U5 Station Max-Weber-Platz oder Tram Linie 19, Haltestelle Maximilianeum.
Der Eintritt ist frei.

Bild: Logo ChemDelta Bavaria
Logo ChemDelta Bavaria | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Hintergrund:

Die Initiative „ChemDelta Bavaria“ ist die privatwirtschaftliche Gemeinschaftsinitiative von 18 Unternehmen im Bayerischen Chemiedreieck. Ihr Ziel ist die Sicherung und der Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaftsregion im Einklang mit den Menschen und der Umwelt in Südostbayern.

Um im internationalen Wettbewerb um Ressourcen, Investitionen und Kunden besser wahrgenommen zu werden, fiel die Wahl auf einen englischsprachigen Namen für die Initiative. Gemeinsam treten die Mitglieder insbesondere ein für die Schaffung und Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur für eine bessere Anbindung der Region, die Förderung qualifizierter Nachwuchskräfte für die Unternehmen, die gesicherte Versorgung mit Energie zu vernünftigen Preisen sowie den Erhalt und weiteren Ausbau der Wirtschaftskraft.

Seitenanfang