Bayerischer Landtag

Bayerische Staatsforsten bringen den Wald ins Parlament

Landtagspräsidentin Barbara Stamm (Mitte) mit (v.li.): Vizepräsidentin Inge Aures, 1. Vizepräsidenten Reinhold Bocklet, Beiratsvorsitzender Angelika Schorer, Staatsforsten-Chef Martin Neumeyer und Waldkönigin Anna Maria Oswald aus Dachselsried (Landkreis Regen). | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Dienstag, 2. Februar 2016

Ein Wald ist mehr als die Summe seiner Bäume, und in ihm steckt viel mehr als nur Holz: Er ist unter anderem Klimaschützer, Lebensraum, Rohstofflieferant, Erholungsfaktor, oder auch Arbeitgeber. Im Rahmen der Ausstellung „Bäume – Der Bayerische Weg“ informierten die Bayerischen Staatsforsten über ihre nunmehr zehnjährige Arbeit bei der nachhaltigen Bewirtschaftung der Staatswälder. Der Duft von Fichten und Buchen, Vogelstimmen und Kulinarisches aus dem Wald sorgten dafür, dass die vielen Besucherinnen und Besucher der Ausstellung bei ihren Rundgängen und Gesprächen nicht nur über den Wald viel lernen, sondern diesen auch mit allen Sinnen erleben konnten.

Themenbäume stellen das „Unternehmen Wald“ vor | © Bildarchiv Bayerischer Landtag
Großes Interesse für das Thema „Wald“. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag
Landtagspräsidentin Barbara Stamm bei ihrem Grußwort. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag
Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses und Beiratsvorsitzende: MdL Angelika Schorer bei ihrem Grußwort | © Bildarchiv Bayerischer Landtag
Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten AöR, skizziert den „Bayerischen Weg" bei der Bewirtschaftung der Wälder. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag
Bei der Eröffnung gab es auch kulinarische Schmankerl aus dem Wald. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

„Mit der Ausstellung heute im Landtag wollen wir zehn Jahre Bayerische Staatsforsten würdigen“, erklärte Landtagspräsidentin Barbara Stamm bei der Ausstellungseröffnung. Mit 2,5 Millionen Hektar sei Bayern das Bundesland mit den meisten Wäldern. 30 Prozent davon befänden sich im Besitz der Bayerischen Staatsforsten und seien damit, so die Landtagspräsidentin, „in den besten Händen“.

„Nützen und Schützen“: Integrativer und nachhaltiger Ansatz bei der Bewirtschaftung

Der Staat habe bei der Bewirtschaftung seiner Wälder eine Vorbildfunktion, die auf die privaten Waldbesitzer abstrahle, unterstrich auch Angelika Schorer, Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses und Beiratsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten AöR. Aus ihrer Sicht habe sich „Der bayerische Weg“ bewährt, weil er bei der Bewirtschaftung der Staatswälder den integrativen und nachhaltigen Ansatz „Nützen und Schützen“ verfolge.

Gut sechs Millionen Festmeter Holz wachsen jährlich im bayerischen Staatswald zu. Rund fünf Millionen davon werden geerntet: „Es darf nicht mehr Holz heraus genommen werden als auch wieder nachwächst. Das ist sozusagen unserer Generationenvertrag“, führte dazu Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten AöR, näher aus. Auch wenn das Unternehmen in den letzten zehn Jahren über 500 Millionen Euro an den Eigentümer – den Freistaat Bayern – abgeführt habe, könne es nicht von Jahr zu Jahr immer noch höher liegende Rekordgewinne geben. „Wir arbeiten mit der Natur und müssen uns auf ihren Takt einspielen“, erklärte Neumeyer. Der Staatsforsten-Chef stellte anhand von zehn „Themen-Bäumen“ das „Unternehmen Wald“ näher vor. Im Fokus stehen dabei insbesondere die rund 2700 engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: „Sie sind die kompetenten Ansprechpartner für alle Themen rund um den Wald schlechthin und verdienen unser Vertrauen.“ Neumeyer unterstrich, dass kein einziger größerer Baum gefällt werde, der nicht von einem Förster vorher geprüft und dann ausgezeichnet wurde. „Sie sehen: Wir wollen eine individuelle Forstwirtschaft, keine industrielle.“

Während des gesamten Informationstages nutzten Abgeordnete und viele Besucher der Ausstellung die Gelegenheit, Informationen aus erster Hand zu erhalten und sich dazu intensiv mit den Experten auszutauschen.  /kh

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