Bayerischer Landtag

08.05. - 21.05.2008 - Ausstellung: "Biodiversität - biologische Vielfalt im Nationalpark Bayerischer Wald"

Der Nationalpark Bayerischer Wald trägt mit Umweltbildung, Forschungsarbeiten und konkreten Schutzmaßnahmen in großem Umfang zum Erhalt der biologischen Artenvielfalt Europas bei.Aktuelle Arbeiten der Nationalparkverwaltung zum Thema „Biodiversität“ sind noch vor der Präsenta-tion auf der EXPO der Vielfalt in Bonn, Ende Mai diesen Jahres, im Bayerischen Landtag zu sehen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen der “International Youth Summit 2008“ im Wildniscamp am Falkenstein sowie das grenzüberschreitende Natura 2000-Management zur Erforschung von Großtieren im "wilden Herzen Europas".

Fünf Informationssäulen bieten Interessantes, Erfahrbares und Erlebbares zu den behandelten Themenkreisen.

Die Ausstellung kann vom 8. bis 21. Mai 2008 jeweils Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und Freitag von 9 bis 13 Uhr im Foyer Nordbau des Maximilianeums besichtigt werden. An Sonn- und Feiertagen ist geschlossen.
Eingang Ostpforte; Verkehrsverbindung Linien U4 / U5 Station Max-Weber-Platz oder Tram Linie 19, Haltestelle Maximilianeum.
Der Eintritt ist frei.

Bild: MdL Ruth Paulig mit präpariertem Wolf | Foto: Rolf Poss
MdL Ruth Paulig mit präpariertem Wolf | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Der ausgestellte Wolf stammt aus dem Freigehege des Nationalparkes Bayerischer Wald.
Er erreichte das - für einen Wolf - stattliche Alter von 18 Jahren und erlag einem natürlichen Tod.

Das Bild zeigt die Abgeornete der Landtagsfraktion B90/Die GRÜNEN, Ruth Paulig, bei der "Fütterung".

Natura 2000 ist die Antwort der Europäischen Union auf das globale Problem des rasanten Verlustes an Tier- und Pflanzenarten sowie deren Lebensräumen. Ziel ist, dem Artensterben in Europa mit dem weltweit größten Naturschutzprojekt zu begegnen durch die Bewahrung – und wo nötig Wiederherstellung – eines günstigen Erhaltungszustandes von Lebensräumen, Tier- und Pflanzenarten. Ihre Vorkommen sind zu erfassen, zu kartieren und in ihrem Erhaltungszustand zu bewerten. Bei Bedarf sind Erhaltungsmaßnahmen vorzunehmen, die in einem Managementplan für jedes Gebiet festgelegt sind.

Die beiden Nationalparke Bayerischer Wald und Šumava sind Teil eines einheitlichen Naturraumes. Sie grenzen im Verlauf der Landesgrenze zur Tschechischen Republik unmittelbar aneinander. Mit einer zusammenhängenden Fläche von rund 92.000 Hektar und insgesamt 28 Lebensraumtypen und 34 Tier- und Pflanzenarten von gesamteuropäischer Bedeutung bilden sie hinsichtlich Vollständigkeit und Erhaltungszustand der vorkommenden Schutzgüter eines der größten und bedeut-samsten mitteleuropäischen Schutzgebiete dieser Art - „Europas wildes Herz“. Eine Abstimmung bezüglich der Vorgehensweise bei der Managementplanung erschien daher erstrebenswert und sinnvoll. Von besonderer Bedeutung ist dies bei einer Reihe von Großtierarten, bei denen nur eine Gesamtbetrachtung der grenzüberschreitenden Populationen innerhalb der naturräumlichen Ein-heit eine sinnvolle Bewertung bzw. Umsetzung von Erhaltungs- und Monitoringaufgaben erlaubt.

Weiterführende Links

Nationalpark Bayerischer Wald

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