Bayerischer Landtag

11.02. - 05.03.2010 - Ausstellung "KarikaTouren durch bewegte Zeiten"

Ironie? Sarkasmus? – Politische Karikaturen sind mit „spitzer Feder“ auf den Punkt gebrachte Aussagen, die zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken anregen. Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft in Bayern zeigt vom 11. Februar bis 5. März 2010 in den Räumen des Bayerischen Landtags unter dem Titel „KarikaTouren durch bewegte Zeiten“ ausgewählte Werke namhafter Zeichner in Deutschland.

Bewusst haben die Initiatoren der Ausstellung die gezeigten „KarikaTouren" mit „o-u“ geschrieben, handeln sie doch alle von den Wegen und Irrwegen aus der Wirtschafts- und Finanzkrise. Als „schwierig und steinig“ bezeichnete Landtagspräsidentin Barbara Stamm diese Wege. Dazu seien Orientierungsschilder und Leitplanken notwendig, sagte die Landtagspräsidentin und verwies auf die Ideen der Sozialen Marktwirtschaft, die sich schon in der Aufbauzeit der Bundesrepublik Deutschland bewährt hätten. „Es lohnt sich, dafür immer wieder von Neuem zu werben“, so Barbara Stamm bei der Eröffnung der Ausstellung am heutigen Mittwoch.

Für die Marktwirtschaft einzutreten – das war auch das Anliegen der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die die Ausstellung „KarikaTouren durch bewegte Zeiten“ im Maximilianeum angeregt hatte. „Die Soziale Marktwirtschaft ist nicht die Ursache für die Krise, sondern sie weist den Weg aus der Krise“, betonte deren Botschafter in Bayern, Randolf Rodenstock, der zugleich Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. ist. Wichtige Grundregeln der Sozialen Marktwirtschaft seien nicht beachtet worden. Nun gelte es, dieses Wirtschaftssystem, das aus der Balance geraten ist, wieder zu erneuern und auf seine eigentlichen Werte zurückzuführen. Beim Ringen um eine erneuerte Soziale Marktwirtschaft habe seine Initiative das Anliegen, Angst zu nehmen, Mut zu machen und Überzeugungen zu vermitteln.

Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH, stellte die drei Themenschwerpunkte der Ausstellung vor: Staatsverschuldung, Finanzkrise und Bildungsmisere. Die Karikaturen der insgesamt 22 Zeichner – darunter Werke von Horst Haitzinger, Dieter Hanitzsch, Peter Muzeniek – sind auch im Internet unter http://www.karikatouren.de/ abrufbar. „Sie haben dort die Möglichkeit, Ihren Lieblingszeichner zu wählen“, warb Pellengahr.

Einblicke in die Arbeit eines Karikaturisten gab anschließend Luff alias Rolf Henn. Der Schnellzeichner aus Hennweiler im Hunsrück skizzierte mit wenigen gekonnten Strichen die Konterfeis bekannter Politiker auf einen großen Block – zum großen Vergnügen des Publikums. /kh

Die Ausstellung kann vom 11. Februar bis 5. März 2010jeweils Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und Freitag von 9 bis 13 Uhr, im Maximilianeum, Eingangshalle West, besichtigt werden.

An Sonn- und Feiertagen sowie am Faschingsdienstag ist geschlossen.
Verkehrsverbindung Linien U4 / U5 Station Max-Weber-Platz oder Tram Linie 19, Haltestelle Maximilianeum.
Der Eintritt ist frei.

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KarikaTouren durch bewegte Zeiten

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