Bayerischer Landtag

11.11. - 02.12.2010 - Jubiläumsausstellung: "30 Jahre Gartenschauen in Bayern"

Gartenschauen verändern Städte, geben neue Impulse und bieten den Bürgern Rückzugs- und Freizeitflächen für mehr Lebensqualität. „30 Jahre Gartenschauen in Bayern“ sind also eine Erfolgsgeschichte, die 1980 mit der ersten Landesgartenschau in Neu-Ulm begann und seitdem in 15 bayerischen Städten fortgeschrieben wurde.

Anlässlich des Jubiläums zeigt die Gesellschaft zur Förderung der bayerischen Landesgartenschauen in einer Ausstellung die vielfältigen Aspekte dieser Veranstaltungsreihe. Sie ist bis zum 2. Dezember im Maximilianeum zu sehen.

Ob Kloster- und Kräutergärten im Mittelalter, ob fürstliche Barockanlagen und große Landschaftsparks des 18. und 19. Jahrhunderts oder Nutz- und Ziergärten unserer Zeit – Gärten haben die Menschen zu allen Zeiten fasziniert. Vor diesem Hintergrund sei es nicht verwunderlich, dass Landesgartenschauen – ebenso wie die regionalen Gartenschauen „Natur in der Stadt“ – Jung und Alt, Hobbygärtner genauso wie den Gartenfachmann, den Naturbegeisterten und den Kulturinteressierten gleichermaßen begeistern würden, sagte Landtagspräsidentin Barbara Stamm bei der Eröffnung der Jubiläumsausstellung im Maximilianeum. „Gartenschauen sind moderne Instrumente der Stadtentwicklung“, betonte Stamm. Manche innerstädtische Flächen, die vorher wenig attraktiv gewesen seien, hätten so eine über den Zeitraum der Gartenschau hinaus dauerhafte Aufwertung erfahren.

Ein besonderer Reiz der Gartenschauen, so die Landtagspräsidentin, liege auch darin, dass sie viele praktische Tipps und Anregungen zum Ausprobieren im eigenen Garten böten. Begleitende Kulturprogramme übten eine zusätzliche Anziehungskraft aus: „Die Gartenschau wird so zum Schaufenster, Lernort und Ort der Begegnung“, sagte Barbara Stamm.

340 Hektar Grünflächen im innerstädtischen Raum neu geschaffen

Roland Albert, Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung der bayerischen Landesgartenschauen mbH, hielt zunächst Rückschau auf die bisher durchgeführten Gartenschauen: „Viele bayerische Kommunen haben zwischenzeitlich vom grünplanerischen, organisatorischen und betriebswirtschaftlichen Wissen unserer Gesellschaft profitiert. Aber auch wir haben profitiert: Vom Erlebnis, etwas Bleibendes geschaffen zu haben“, sagte Albert. Über 340 Hektar Grünflächen seien in 30 Jahren Gartenschauen im innerstädtischen Raum für Millionen von Besucherinnen und Besuchern neu geschaffen worden. Bei dieser Gelegenheit appellierte Roland Albert an die anwesenden Landtagsabgeordneten, die erfolgreiche Veranstaltungsreihe auch weiterhin zu unterstützen und so die nachhaltige Entwicklung der Kommunen zu fördern.

Aber nicht nur ökologisch und ökonomisch, sondern auch kulinarisch hätten Landesgartenschauen viel zu bieten: Allein bei der im Oktober 2010 zu Ende gegangenen Landesgartenschau in Rosenheim seien eine Strecke von 6,3 Kilometern Weißwürsten, ein Kuchenberg in Höhe von 208 Metern sowie 80.000 Knödel verzehrt worden, zählte der Vorsitzende der Gesellschaft auf.

Kulturelle Impressionen der letzten Landesgartenschau brachten die Tänzer der Kinder- und Jugendgruppe des Gebirgstrachten Erhaltungsvereins Rosenheim 1 mit in das Maximilianeum. Sie führten „Goaßlschnalzer“ auf und tanzten „Siebenschritt“. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage vom Ensemble Accompagnato. /kh


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