Bayerischer Landtag

22.04. - 14.05.2009 - Ausstellung der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen: "Feind ist, wer anders denkt."

"Feind ist, wer anders denkt" ist eine komplett neu konzipierte Wanderausstellung der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen (BStU). Sie wurde zum Tag der Deutschen Einheit 2008 in Hamburg erstmals präsentiert. Nach Potsdam und Hannover ist München in diesem Jahr die dritte Landeshauptstadt, in der die Ausstellung besucht werden kann.

Themen der Ausstellung

Die Wanderausstellung dokumentiert die Entstehung, Aufgaben und Methoden des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). An exemplarisch ausgewählten Daten und Ereignissen der DDR-Geschichte wird erläutert, wie das MfS als "Schild und Schwert der Partei" die Macht der Staatspartei SED sicherte: Etwa durch die Überwachung der eigenen Bevölkerung, die Repressionsmaßnahmen und den Einsatz von Spitzeln, den so genannten inoffiziellen Mitarbeitern (IM).

Die Ausstellung beschränkt sich jedoch nicht auf die Darstellung des Täterapparates: Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Schicksal der Menschen, die in das Visier der Staatssicherheit geraten sind. Denn Lebensweisen, die von der Norm abwichen, und politische Vorstellungen, die nicht der Parteidoktrin entsprachen, galten als „staatsfeindlich“ und wurden verfolgt. Anhand ausgewählter Biografien werden die oft gravierenden Auswirkungen der geheimpolizeilichen Verfolgung verdeutlicht.

Bild: Titel der Ausstellung: Feind ist, wer anders denkt | Foto: gewerk design Berlin
Titel der Ausstellung: Feind ist, wer anders denkt | © Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes

Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist vom 22. April bis zum 14. Mai montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr (außer am 1. Mai 2009) geöffnet. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BStU stehen interessierten Besucherinnen und Besuchern für Gespräche und Führungen durch die Ausstellung zur Verfügung.

Gruppenführungen sind nach Anmeldung möglich (Tel. 089 4126 App. 2234 oder 2602).

Eingang Ostpforte:
Verkehrsverbindung Linien U4 / U5 Station Max-Weber-Platz
oder Tram Linie 19, Haltestelle Maximilianeum.
Der Eintritt ist frei.

Seitenanfang