Bayerischer Landtag

Ausstellung „Schauholz: Bauen mit Holz – Wege in die Zukunft“ ist eröffnet

Landtagspräsidentin Barbara Stamm (3.v.r.) mit den Abgeordneten (v.l.) Hubert Aiwanger, Inge Aures, Angelika Schorer, Manfred Ländner, Leopold Herz und Markus Ganserer.
Landtagspräsidentin Barbara Stamm (3.v.r.) mit den Abgeordneten (v.l.) Hubert Aiwanger (3.v.l.), Inge Aures, Angelika Schorer, Manfred Ländner, Leopold Herz und Markus Ganserer. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Mittwoch, 22. Oktober 2014
– Von Katja Helmö –

Die Vorzüge von Holz als Bau- und Werkstoff der Zukunft verdeutlicht die mobile Ausstellung „schauholz“. Landtagspräsidentin Barbara Stamm eröffnete die Schau, die in einer aus 22 Kubikmeter Holz gefertigten Box in Form eines Seefrachtcontainers untergebracht ist, heute vor dem Maximilianeum. „Holz ist ein Wohlfühl-Rohstoff“, betonte sie. Vom 22. bis 24 Oktober 2014 ist die Holzbox nun an der Ostpforte des Landtags stationiert. Fachbetreuer leiten dort täglich von 9 bis 18 Uhr durch die Ausstellung.

Eine Holzbox in Form eines Seefrachtcontainers dient als Ausstellungsraum.
Eine Holzbox in Form eines Seefrachtcontainers ist Ausstellungsraum. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag.
Im Inneren der Holzbox: Informationsträger ist der Raum selbst
Im Inneren der Holzbox: Informationsträger ist der Raum selbst. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

„Bauen mit Holz ist die ausdruckstärkste Form für gelebte Nachhaltigkeit. Sie macht die Idee vom nachhaltigen Wirtschaften elegant und zeitgemäß sichtbar“, erläuterte Alexander Kirst, Vorsitzender von proHolz in Bayern, einem Aktionsbündnis, zu dem sich führende Verbände der Forst- und Holzwirtschaft sowie der Bayerischen Staatsforsten zusammengeschlossen haben. In seinem Grußwort führte er aus, dass intelligente Holznutzung einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende und zum Klimaschutz leisten kann. Würde die Nutzung von Holz im Freistaat jährlich um 1 Prozent gesteigert, könnte Bayern bis zum Jahr 2050 CO2-neutral sein, rechnete er vor.

Gestalterisches Potential des modernen Holzbaus

Die ökologischen und ökonomischen Aspekte von Holz sowie sein gestalterisches Potential stellte Prof. Herrmann Kaufmann von der TU München, Fachgebiet Holzbau, heraus: „Ein Drittel des jährlich nachwachsenden Holzes in Deutschland reicht aus, um dort sämtliche Neubauvorhaben zu realisieren“, erklärte er. Neben den Aspekten der rein stofflichen Verwertung von Holz und seiner positiven Ökobilanz böten die Techniken des Holzbaus zudem vielfältige architektonische Möglichkeiten, um zu „Ikonen der Moderne“ zu werden. Dies sei seit dem 20. Jahrhundert vor allem Stahl, Glas und Beton vorbehalten gewesen. Holz als Baustoff der Zukunft habe hier noch Nachholbedarf, meinte Prof. Kaufmann. /kh

 

Landtagspräsidentin Barbara Stamm im Gespräch mit Alexander Kirst, Vorsitzender proHolz Bayern (li.), und Prof. Herrmann Kaufmann, TU München, Fachgebiet Holzbau
Landtagspräsidentin Barbara Stamm im Gespräch mit Alexander Kirst, Vorsitzender proHolz Bayern (li.), und Prof. Herrmann Kaufmann, TU München, Fachgebiet Holzbau. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag
An der Vernissage nahmen auch Vertreter der Fraktionen zahlreich teil.
An der Vernissage nahmen auch Vertreter der Fraktionen teil. Mit auf dem Bild: Dr. Jürgen Bauer vom Cluster Forst und Holz in Bayern (3.v.l.) sowie die Referenten Prof. Herrmann Kaufmann (4.v.r.) und Alexander Kirst (3.v.r.). | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Über schauholz – Details zur Ausstellung

Informationsträger ist der Raum selbst – eine Holzbox in Form eines Seefrachtcontainers. An den Außenwänden ist schauholz, Name und Motto der mobilen Ausstellung, in großen Buchstaben eingearbeitet. Der Innenraum verdeutlicht mit gezielten Akzenten, welche Bedeutung der Kreislauf von Holzgewinnung und Holzverwendung für unsere Gesellschaft hat. In die Wandkonstruktion eingebettet, präsentieren sich aktuelle Holzbauprojekte auf Dialeuchtkästen, die die architektonische Reichweite von Holz als Baumaterial aufzeigen. Ergänzende Informationen und Bilder zu ökobilanzierten Bauwerken werden auf einem Monitor dargestellt. Auf der gegenüberliegenden rauen Holzwand werden ökologische und ökonomische Aspekte des Rohstoffs Holz in einer Kistenschriftgrafik aufgezeigt. Die Vitrine im hinteren Teil ist die Bühne für einen Modellbau. Derzeitiges Exponat ist ein Modell der Illwerke Montafon von Hermann Kaufmann – ein 5-stöckiges Bürogebäude, über 100 Meter lang. Die mobile Ausstellung schauholz gehört dem Verein zur Förderung des Fachgebiets Holzbau an der Architekturfakultät der Technischen Universität München.

Weitere Informationen unter:

www.holz-bewegt.de

www.proholz-bayern.de

 

 

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