Bayerischer Landtag

23.11. - 01.12.2011 - Ausstellung: "Von Pythagoras zu Aristoteles - Aus der Politik die Lehre(n) ziehen


– Von Katja Helmö –

Geschichte und Wirken einer ungewöhnlichen Hochschule stehen im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung im Bayerischen Landtag: Vom 23. November bis 1. Dezember 2011 präsentiert sich die Hochschule für Politik München in der Eingangshalle West unter der Überschrift „Von Pythagoras zu Aristoteles – Aus der Politik die Lehre(n) ziehen“. Landtagspräsidentin Barbara Stamm würdigte bei der Vernissage die Einrichtung, die als Lehrstätte der Demokratie seit mehr als 60 Jahren Wissen über nationale und internationale Politik vermittelt.

Geringe Studiengebühren, flexible Vorlesungszeiten in den Abendstunden, familiäre Atmosphäre, Diplom statt Bachelor – die Hochschule für Politik München, ist in der bayerischen Hochschullandschaft einzigartig. Was am 14. Juli 1950 als „Schule der Demokratie“ begann, ist im Lauf der Jahrzehnte zu einer veritablen Hochschule mit eigenem Promotionsrecht geworden. 1970 hatte der Bayerische Landtag dazu einstimmig ein eigenes Hochschulgesetz verabschiedet, das diese Münchner Bildungseinrichtung zu einer „institutionell selbständigen Einrichtung an der Ludwig Maximilians Universität“ erklärte. 1983 machte der Landtag die HfP per Gesetz zu einer Körperschaft des öffentlichen Rechts.

„Wir brauchen die Hochschule für Politik München“, unterstrich Landtagspräsidentin Barbara Stamm bei der Vernissage mit Blick auf neue kreative Formen der Demokratie, Forderungen nach mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung. „Kein anderes politisches Ordnungssystem ist so befähigt, sich selbst zu reformieren, wie die Demokratie. Und ich wünsche mir, dass die Hochschule für Politik auch in Zukunft ihren wissenschaftlichen Ideen-Beitrag dazu leistet. Sie kann das. Denn sie bietet einen vollständigen Studiengang der Politikwissenschaft im Sinne einer Integrationswissenschaft.“

Enge Beziehungen zwischen der Hochschule für Politik und dem Landtag

Barbara Stamm hob auch auf die traditionell engen Beziehungen zwischen der Hochschule für Politik und dem Bayerischen Landtag hervor: Sowohl in den Reihen der Abgeordneten als in denen der Mitarbeiter befinden sich Absolventinnen und Absolventen der HfP. „Alle Fraktionen sind sich einig, dass der Landtag auch in schwierigen Zeiten der Hochschule für Politik zur Seite steht“, sagte die Landtagspräsidentin und stellte die Unterstützung des Parlaments bei der Modernisierung der Bildungseinrichtung in Aussicht.

„Die Hochschule für Politik München hat Alleinstellungsmerkmale, auf die man nicht verzichten kann“, betonte auch Prof. Dr. Rupert Stettner, Rektor der HfP. Er zählt dazu ihren integrativen politikwissenschaftlichen Ansatz, ihr Angebot, berufsbegleitend ein Studium – auch ohne Abitur – absolvieren zu können und ihren breiten Dozentenstamm, der sich aus Professoren und Experten, aber auch aus erfahrenen Praktikern zusammensetzt.

Studierende dreier Hochschulen (Hochschule für Politik München, Universität der Bundeswehr München und Hochschule Mannheim) hatten unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Sylvia Schraut und der künstlerischen Leitung von Prof. Dr. Jürgen Berger die Ausstellung im Maximilianeum gemeinsam konzipiert und ausgearbeitet. Deutlich werden in der Ausstellung die Geschichte der HfP, ihr Wirken und ihr Einfluss auf die Lebensläufe ihrer Absolventinnen und Absolventen. Im Gespräch mit Prof. Dr. Rupert Stettner berichtete etwa Elzin Dindar, warum für sie die HfP eine ganz besondere Bildungseinrichtung ist: „Die HfP ist ein familiärer Ort. Ich würde mich erneut für ein Studium an der HfP entscheiden.“ Auch nach Abschluss ihrer Promotion schaue sie immer mal wieder und gerne in der Ludwigstraße 8 vorbei.

Die Ausstellung ist bis Dienstag, 1. Dezember 2011, in der Eingangshalle West des Maximilianeums zu sehen.

Öffnungszeiten im Maximilianeum jeweils Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und Freitag von 9 bis 13 Uhr. An Sonn- und Feiertagen ist geschlossen.
Verkehrsverbindung Linien U4 / U5 Station Max-Weber-Platz oder Tram Linie 19, Haltestelle Maximilianeum.

Der Eintritt ist frei.

Seitenanfang