Bayerischer Landtag

31.01. - 22.02.2013 - Ausstellung: Die Befreiungshalle aus Schülersicht

Schülerinnen und Schüler aus Kelheim und Umgebung zeigen im Landtag anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Befreiungshalle in Kelheim die Ergebnisse ihrer Kunstprojekte zu diesem Thema.

Bild: Das Kunstprojekt Denkmal der Grundschule Hohenpfahl. | Foto: Rolf Poss
Das Kunstprojekt Denkmal der Grundschule Hohenpfahl. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

- Von Zoran Gojic -

"Die Befreiungshalle weckt auch heute noch Gefühle - allerdings andere als bei den Menschen vor 150 Jahren", stellte Landtagspräsidentin Barbara Stamm fest, als sie die Austellung "Die Befreiungshalle aus Schülersicht" im Maximilianeum eröffnete. Denn geweiht wurde das Bauwerk im niederbayerischen Kelheim seinerzeit dem Sieg in den Befreiungskriegen gegen Napoleons Truppen. Heute hingegen, das betonte die Landtagspräsidentin, sei jedem bewusst, dass Kriege immer furchtbare Tragödien seien. "Der größte Triumph und der schönste Sieg sind für uns Menschen von heute zu Recht gütliche Einigung und Frieden. So mancher wird bei der Betrachtung der Befreiungshalle eher Stolz und Dankbarkeit darüber empfinden, dass wir seit fast 70 Jahren mit unseren europäischen Nachbarn nicht nur in Frieden, sondern mittlerweile auch in echter Freundschaft zusammenleben“, zeigte sich Stamm überzeugt. Für die Menschen in Kelheim und Umgebung stehe die Befreiungshalle in erster Linie für ein unverwechselbares Stück Heimat, erklärte Stamm, dies könne man an den vielfältigen Kunstwerken sehen, zu denen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Projekts „Jugendliche sehen die Befreiungshalle“ ispiriert worden seien, erklärte die Landtagspräsidentin.

Wie sehen Kinder und Jugendliche die Befreiungshalle heute?

Die Idee, so erläuterte der Koordinator des Projekts "150 Jahre Befreiungshalle Kelheim", Dr. Christoph Lickleder, bestand darin, aufzuzeigen, wie Kinder und Jugendliche die Befreiungshalle heute sehen, welche Beziehung sie zu dem Bauwerk und seiner Geschichte haben. Über einen Zeitraum von zwei Jahren entstanden auf diese Weise ebenso vielfältige wie originelle Kunstwerke. In der Cabrinischule Offenstetten beispielsweise entstand ein Kurzfilm über die Befreiungshalle. Andere Schülerinnen und Schüler zeichneten, malten, erstellten plastische Landkarten und Fotocollagen. Manche stellten die Befreiungshalle auf Drucken in der Manier berühmter moderner Künstler dar, andere fotografierten die Befreiungshalle aus außergewöhnlichen Perspektiven, wieder andere modellierten sogar Büsten oder ganze Skulpturen.

Beteiligt waren alle Schularten - auch Förderschulen

Manfred Hölzlein, Bezirkstagspräsident von Niederbayern und zweiter Vorsitzender des Kuratoriums "150 Jahre Befreiungshalle Kelheim", wies darauf hin, dass alle Schularten einbezogen waren. Auch Förderschulen, das sei besonders wichtig. "Dies war ein Projekt im eigentlichen Sinne der Inklusion - nämlich der Teilnahme aller Menschen am gesellschaftlichen Leben. Und Kunst ist dafür ein ideales Feld", so Hölzlein. Den größten Applaus des Tages bekamen die "Schlagfertigen", die Percussiongruppe der Cabrinischule Offenstetten, die für den musikalischen Rahmen sorgten. Insgesamt waren rund 120 der beteiligten Schülerinnen, Schüler und beteiligten Lehrkräfte bei der Eröffnung anwesend und bekamen eine exklusive Führung durch das Hohe Haus.

Landtagspräsidentin Barbara Stamm blättert mit Schülerinnen aus Kelheim in einem Comicheft der Wittelsbacher Mittelschule. | Foto: Rolf Poss
Rund 100 Schülerinnen und Schüler aus Kelheim und Umgebung waren zur Ausstellungseröffnung eingeladen. | Foto: Rolf Poss
Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Projektkoordinator Dr. Christoph Lickleder und Manfred Hölzlein vom Kuratorium 150 Jahre Befreiungshalle Kelheim bei der Ausstellungseröffnung. | Foto: Rolf Poss
Landtagspräsidentin beim Rundgang durch die Ausstellung. | Foto: Rolf Poss
Eine Schülerin erläutert Kelheims Bürgermeister Fritz Mathes und Barbara Stamm das Projekt ihrer Schule. | Foto: Rolf Poss
Die Caprinischule Offenstetten sorgte für den musikalischen Rahmen. | Foto: Rolf Poss

Die Ausstellung „Die Befreiungshalle aus Schülersicht" ist vom 31.01.2013 bis 22.02.2013 im Kreuzgang des Maximilianeums zu sehen.

Öffnungszeiten im Maximilianeum: jeweils Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und Freitag von 9 bis 13 Uhr. An den Wochenenden sowie an Feiertagen ist geschlossen. Verkehrsverbindung Linien U4 / U5 Station Max-Weber-Platz oder Tram Linie 19, Haltestelle Maximilianeum.

Der Eintritt ist frei.

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