Bayerischer Landtag

31.03. - 14.04.2011 - Ausstellung: Ungarn und Franz Liszt

Bild: Bei der Vernissage: Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Tamas Mydlo, Generalkonsul der Republik Ungarn. | Foto: Rolf Poss
Bei der Vernissage: Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Tamas Mydlo, Generalkonsul der Republik Ungarn. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Die Republik Ungarn hat am 1. Januar den Ratsvorsitz der Europäischen Union übernommen. Am 22. Oktober jährt sich der 200. Geburtstag des Pianisten und Komponisten Franz Liszt. Beide Ereignisse sind Anlass für die Ausstellung „Blick auf Ungarn“ im Bayerischen Landtag. Sie gibt Einblicke in die Kunst und Kultur Ungarns und informiert über Leben und Werk des berühmten ungarischen Klaviervirtuosen. Die Ausstellung ist bis zum 14. April in der Eingangshalle West des Maximilianeums zu sehen.

„Die gute Partnerschaft zwischen Ungarn und Bayern liegt nicht nur an der gemeinsam erlebten wechselvollen Vergangenheit. Auch geografisch sind wir durch den Lebensstrom Donau eng miteinander verbunden“, betonte Landtagspräsidentin Barbara Stamm bei der Eröffnung der Ausstellung. Die Freundschaft der beiden Länder habe sich im Herbst 1989 besonders bewährt, als es darum ging, die Grenzen zu öffnen und den Menschen in der früheren DDR die Freiheit zu schenken. Ungarn habe sich dabei an die Spitze aller Staaten des ehemaligen Ostblocks gesetzt. „Die Bilder aus diesen Tagen bleiben unvergessen“, sagte Barbara Stamm. Seit der Rückkehr Ungarns in den Kreis der freiheitlichen Demokratien Europas habe sich die traditionelle Freundschaft, der gegenseitige Respekt und das wechselseitige Vertrauen der beiden Länder noch weiter vertieft. Mit Blick auf das Franz Liszt-Jahr sagte die Landtagspräsidentin: „Es ist gut und richtig, dass wir mit dieser Ausstellung einen ganz wesentlichen Teil Ungarns präsentieren, nämlich seinen Beitrag zur Kunst und Kultur in Europa.“

Kunst und Kultur seien hervorragende Mittel, um Nationen und Völker zusammenzuführen, erklärte Tamás Mydlo, der ungarische Generalkonsul in München. Franz Liszt sei mit ungarischem Pass, deutscher Muttersprache und Französisch als seiner Konversationssprache „ein Europäer par excellence“ gewesen. „Er war und ist eine hochaktuelle, kulturelle Idealfigur des heutigen Europas“, betonte Mydlo. Für Liszt sei es selbstverständlich gewesen, übernational zu denken, zu handeln, zu musizieren und zu reden. „In Franz Liszt ehren wir einen großen Europäer und ein Vorbild für die Integration“, sagte der ungarische Diplomat, der bei dieser Gelegenheit auch aktuelle politische Themen der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft anschnitt.

Die im Liszt Jahr 2011 gezeigte Ausstellung soll daran erinnern, wie dieser geniale Künstler zu vielen Städten und Regionen besondere Beziehungen aufbaute – auch zu Bayern, insbesondere zu Bayreuth, wo er die Anfänge der Richard-Wagner-Festspiele noch miterlebte und wo sich sein Grab befindet.

Passend zur Ausstellung wurde die Vernissage mit Musik von Franz List umrahmt. Noémi Gyǒri (Flöte) und Sarah Cocco (Harfe) interpretierten Werke dieses großen ungarisch-europäischen Künstlers. /kh

Öffnungszeiten im Maximilianeum:
Die Ausstellung kann vom 31. März bis 14. April 2011, jeweils Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und Freitag von 9 bis 13 Uhr, in der Eingangshalle West des Maximilianeums besichtigt werden. An Sonn- und Feiertagen ist geschlossen. Verkehrsverbindung Linien U4 / U5 Station Max-Weber-Platz oder Tram Linie 19, Haltestelle Maximilianeum.
Der Eintritt ist frei.

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