Bayerischer Landtag

Treffen ehemaliger Abgeordneter im Maximilianeum

Auch wenn sie als aktive Parlamentarier aus dem Landtag bereits ausgeschieden sind, bleiben ehemalige bayerische Volksvertreter oft weiterhin dem Maximilianeum eng verbunden. 1. Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet verwies darauf in seinem Grußwort bei der Jahreshauptversammlung der Vereinigung ehemaliger Abgeordneter am 4. April 2014 im Konferenzsaal: „Ihre Präsenz heute hier, aber auch bei vielen anderen Veranstaltungen im Landtag zeigt, wie anhaltend groß Ihr Interesse am Parlament und den ehemaligen Kollegen ist.“ 301 Mitglieder halten derzeit über das 1970 gegründete Netzwerk Kontakt zu ihrer ehemaligen Wirkstätte.

Beim Treffen im Konferenzsaal ließen die Mitglieder die wichtigsten Ereignisse des abgelaufenen Jahres Revue passieren | © Bildarchiv Bayerischer Landtag
Wiedersehen: 1. Landtagsvizepräsident begrüßt die ehemalige Staatssekretärin und Abgeordnete Marianne Deml | © Bildarchiv Bayerischer Landtag
1. Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet (li). und Vorsitzender Adolf Dinglreiter informierten über Neuerungen | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Bei der Jahreshauptversammlung informierte 1. Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet im Namen von Landtagspräsidentin Barbara Stamm über wichtige Veränderungen und Neuerungen im Parlament und im Haus. Das Ende der 16. Wahlperiode sowie die Landtagswahl im September 2013 haben danach zu einem erheblichen Umbruch im Haus geführt. 73 Kolleginnen und Kollegen – mehr als ein Drittel des gesamten Landtags – seien ausgeschieden, darunter eine ganze Fraktion. Mit 66 neuen Parlamentariern habe sich ein Wandel im Landtag vollzogen, der sich nunmehr „durch eine gute Mischung von Jugend und Erfahrung“ auszeichne, führte Bocklet aus. Auch in Zukunft wolle der Landtag die Türen öffnen für die Bürgerinnen und Bürger, für unterschiedliche Zielgruppen, für alle Generationen sowie für Delegationen aus dem In- und Ausland. Ebenfalls gefragt bleibe der Bayerische Landtag in den unterschiedlichen Gremien der regionalen Zusammenarbeit – etwa bei der Parlamentarier-Konferenz-Bodensee, wo Bayern ein Jahr lang den Vorsitz inne hatte, oder im Ständigen Ausschuss der Konferenz der Präsidenten der regionalen gesetzgebenden Versammlungen in der Europäischen Union (CALRE). In letzterem Gremium nehme Bayern derzeit den Sitz Deutschlands ein. Bocklet erinnerte zudem an die Kontakt- und Informationsstelle des Landtags in Brüssel, die sich als erste Anlaufstelle in europapolitischen Themen bewährt habe.

Im organisatorischen Teil legte 1. Vorsitzender Adolf Dinglreiter seinen Tätigkeitsbericht vor. Er berichtete dabei u. a. von der in diesem Jahr geplanten Auslandsinformationsfahrt nach Nordspanien, bei der ein Besuch des Regionalparlaments Galiziens angestrebt werde. Das diesjährige Regionaltreffen sei für September anberaumt und soll nach Passau führen. Oberbürgermeister Jürgen Dupper und Landrat Franz Meyer, beide ehemalige Mitglieder der Vereinigung, werden dabei die Delegation in der Dreiflüssestadt willkommen heißen, informierte Dinglreiter.

Weil auch Baumaßnahmen von der Vereinigung stets mit großem Interesse verfolgt werden, besichtigten die Mitglieder anschließend die umgebaute und erst kürzlich neu eröffnete Landtagsbibliothek, durch die Bibliotheksdirektor Dr. Markus Nadler führte. /kh

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