Bayerischer Landtag

05.10.2010 - Krebssymposium im Bayerischen Landtag

Krebs ist deutschlandweit – nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen – die zweithäufigste Todesursache. Jedes Jahr treten in Bayern rund 55.000 Krebsneuerkrankungen auf, an denen rund 30.000 Menschen sterben. „Krebsfrüherkennung, onkologische Versorgung und Patientenorientierung in Bayern“ – so lautete am 6. Oktober das Thema eines Runden Tisches im Maximilianeum mit rund 30 Akteuren des Gesundheitswesens und der Forschung, darunter Prof. Dr. Werner Hohenberger, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft. Das von Gesundheitsminister Markus Söder initiierte Symposium stand unter der Schirmherrschaft von Landtagspräsidentin Barbara Stamm.

Beim Abendempfang anlässlich des Runden Tisches zum Thema „Krebsfrüherkennung, onkologische Versorgung und Patientenorientierung in Bayern“ (von rechts): Landtagspräsidentin Barbara Stamm mit Gesundheitsminister Markus Söder und Christa Maar, Vorstand Felix Burda Stiftung. | Foto: Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit
Beim Abendempfang anlässlich des Runden Tisches zum Thema „Krebsfrüherkennung, onkologische Versorgung und Patientenorientierung in Bayern“ (von rechts): Landtagspräsidentin Barbara Stamm mit Gesundheitsminister Markus Söder und Christa Maar, Vorstand Felix Burda Stiftung. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

„Obwohl Krebserkrankungen heute in vielen Fällen heilbar sind, wenn sie rechtzeitig erkannt werden, nehmen trotzdem noch immer viel zu wenig Menschen das Angebot von Vorsorgeuntersuchungen an“, erklärte Barbara Stamm beim Abendempfang anlässlich des Runden Tisches im Maximilianeum. Die Landtagspräsidentin unterstrich die hohe Bedeutung der Krebsfrüherkennung. Sie plädierte außerdem für eine verbesserte Vernetzung aller in der Onkologie tätigen Institutionen sowie eine konsequente Orientierung am Patienten. Im Mittelpunkt aller ärztlichen und pflegerischen Entscheidungen müsse der selbstbestimmte, aufgeklärte, mündige Patient stehen, forderte Barbara Stamm.

Im Vorfeld des Runden Tisches hatte Staatsminister Markus Söder in einer Pressekonferenz ebenfalls den hohen Stellenwert von Früherkennungsuntersuchungen hervorgehoben: „Rechtzeitig entdeckt, kann die Hälfte der Krebserkrankungen geheilt werden.“ Dennoch, so der Gesundheitsminister, nutzten nur jede zweite Frau über 20 und nur jeder fünfte Mann über 45 Jahren die kostenlosen Untersuchungen. Vor diesem Hintergrund plädierte er dafür, dass Patienten zu den Untersuchungen eingeladen werden. Auch sei mehr Flexibilität bei den Altersgrenzen für Früherkennungsuntersuchungen notwendig. So sollten etwa bei Personen mit erhöhtem Brustkrebs- oder Darmkrebsrisiko die starren Altersgrenzen aufgehoben werden./kh

Seitenanfang