Bayerischer Landtag

Lettische Botschafterin auf Abschiedsbesuch im Landtag

Arbeitsgespräch in vertrauensvoller Atmosphäre. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

6. April 2017

München. Die lettische Botschafterin in Deutschland, Elita Kuzma, hat ihren Abschiedsbesuch im Bayerischen Landtag absolviert. Landtagspräsidentin Barbara Stamm empfing Kuzma im Maximilianeum zu einem Arbeitsgespräch. Kuzma bedankte sich für die gute und enge Zusammenarbeit mit Deutschland und Bayern. Lettland habe die Chance bekommen sich als Land vorzustellen und ins Bewusstsein zu bringen. Alleine der Zuspruch bei Touristen aus Deutschland sei in den letzten Jahren um über 40 Prozent gestiegen. "Die Menschen kommen wegen der Landschaft, aber auch vor allem nach Riga, zum Beispiel um sich den Konzertsaal anzusehen, von dem man in der ganzen Welt liest. Ich weiß, dass Konzertsäle gerade in Bayern ein sehr präsentes Thema sind", erklärte Kuzma. Lettland sei ein zuverlässiger EU-Partner und die Letten überzeugte Europäer. "Die Einführung des Euro erachten wir als Erfolg, ebenso wie die Umorientierung unser Exportwirtschaft nach Westen, Das hat uns unabhängiger und stabiler gemacht." Besonders großes Interesse habe Lettland an der Zusammenarbeit im Bereich Medien. "Wir brauchen Know How über Abläufe und die Verwaltung von unabhängigen Medienanstalten", sagte Kuzma. Ebenso großes Interesse herrsche am System der dualen Berufsausbildung. Im Gegenzug bot Kuzma Kooperation im Ausbau digitaler Strukturen etwa im Bildungsbereich an. "Wir sind mit der Digitalisierung in den Schulen sehr weit und auch erfolgreich." Deutschland sei für Lettland wichtig - nicht nur als Partner, sondern als Faktor der Zuverlässigkeit in Europa. "Deutschland ist stabil und steht klar zu europäischen Werten, das ist sehr wichtig - gerade in diesen Zeiten", versicherte Kuzma und warb für eine weitere und noch engere Zusammenarbeit zwischen Lettland und Bayern. "Ich will Weichen für die Zukunft stellen, deswegen bin ich eigens vor meiner Rückkehr nach Lettland noch einmal hierher gekommen". / zg

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