Bayerischer Landtag

Infotag im Landtag zum verantwortlichen Umgang mit der Ressource Wasser

Infotag: Eröffnung mit Landtagsvizepräsidentin Inge Aures (li.), Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, LfL-Präsident Jakob Opperer (6.v.re) und vielen Abgeordneten. | Bildarchiv Bayerischer Landtag

Donnerstag, 6. April 2017

Hochwasser, Überschwemmungen und Bodenerosion – die starken Regenfälle im Jahr 2016, aber auch Phasen extremer Hitze und anhaltender Trockenheit durch die Veränderung des Klimas, zeigen: Die Wege, die das Wasser nimmt, wirken sich direkt und nachhaltig auf Umwelt und Lebensgrundlagen aus. Wasser spielt auch in der Landwirtschaft eine wichtige Rolle. Anlässlich des Weltwassertages am 22. März präsentierte daher die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium die Leistungsschau „Zu nass, zu trocken, gerade richtig? Wasser in der Landwirtschaft.“ Landtagsvizepräsidentin Inge Aures eröffnete sie im Rahmen eines Infotages im Senatssaal.

„Die Leistungsschau verdeutlicht, wie wertvoll Wasser als Ressource ist“, unterstrich die Landtagsvizepräsidentin in ihrer Begrüßung. Inge Aures lobte Bayerns Engagement, Wasserreichtum und Wasserqualität zu erhalten, wies aber auch auf Defizite, wie etwa die Abdrift von Pflanzenschutzmitteln oder die Auswirkungen nitrathaltiger Dünger hin. Hier gelte es, das rechte Maß zu finden, um nachhaltig zu wirtschaften.

„Beim Thema Wasser sind die Landwirte wichtige Akteure, und sie stellen sich der Verantwortung in diesem Bereich“, betonte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. Er verwies auf die Anstrengungen, die bayerische Landwirte unternehmen würden, um die Erzeugung von Lebensmitteln sowie regenerativer Energie mit dem Ressourcenschutz in Einklang zu bringen. Laut Brunner nimmt rund die Hälfte der Landwirte am Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) und dem Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) – die beiden bedeutendsten Förderprogrammen zum Gewässerschutz in der Landwirtschaft – teil. Positive Auswirkungen haben aus der Sicht des Staatsministers auch der in seinem Haus initiierte „Wasserpakt“ sowie das neue Düngegesetz, das letzte Woche im Bundesrat verabschiedet worden ist. Insgesamt, so Brunner, investiere das bayerische Landwirtschaftsministerium jährlich 120 Millionen Euro in den Gewässerschutz.

Der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser wird als Thema in der Leistungsschau „Zu nass, zu trocken, gerade richtig? Wasser in der Landwirtschaft“ aufgegriffen. Wissenschaftler der Landesanstalt für Landwirtschaft, die an Zukunftsthemen wie „Erosion“, „Gewässerschutz“ oder „Wasserverbrauch“ arbeiten, zeigen dazu ihre Forschungsergebnisse und ihre Lösungsansätze auf. Jakob Opperer, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, präsentierte die Ausstellung, bei der das breite fachliche Spektrum inhaltlich in sechs „Themeninseln“ zusammengefasst ist.    /kh

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