Bayerischer Landtag

Landesfinale von „Jugend debattiert“ im Maximilianeum

Finalistinnen der Klassen 8 bis 9/10 im Landeswettbewerb | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Montag, 7. April 2014

„Sollen in Bayern Landtagswahlen auch online durchgeführt werden?“ Und: „Sollen Eltern verpflichtet werden, ihre Kinder regelmäßig ärztlich untersuchen zu lassen?“ – Zu diesen beiden Fragen lieferten sich am 7. April 2014 im Senatssaal des Maximilianeums die Finalisten des Landeswettbewerbs „Jugend debattiert“ Wortgefechte auf hohem Niveau.

Debattiert wurde nach klaren Regeln: Pro Debatte vier Schüler, eine Streitfrage, 24 Minuten Dauer. Der 17-jährige Daniel Matter vom Ernst-Mach-Gymnasium Haar setzte sich bei der Frage „Sollen in Bayern Landtagswahlen auch online durchgeführt werden?“ mit seinen Pro-Argumenten durch und wurde Landessieger in der Altersgruppe 10./11. bis 13. Jahrgangsstufe. Rebecca Gribl vom Justus-von-Liebig-Gymnasium in Neusäß konnte bei der Frage „Sollen Eltern verpflichtet werden, ihre Kinder regelmäßig ärztlich untersuchen zu lassen?“ den Landeswettbewerb der Jahrgangsstufen 8. bis 9./10. für sich entscheiden. Die 15-Jährige trat überzeugend für eine Verpflichtung der Eltern ein.

Eröffnungsgespräch (v.l.): Projektleiter Ansgar Kemmann, Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich, 1. Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet und Landesbeauftragter Wolfgang Poeppel © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Im Eröffnungsgespräch unterstrich Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich: „In einer demokratischen Gesellschaft ist es wichtig, sich über unterschiedlichste Themen eine fundierte Meinung zu bilden und diese mit guten Argumenten überzeugend darstellen zu können. Bei ‚Jugend debattiert’ lernen die Schülerinnen und Schüler, sich mit gesellschaftspolitischen Fragen auseinanderzusetzen und für ihre Meinung einzutreten. Davon können die jungen Menschen auch auf ihrem weiteren Weg sehr profitieren.“

Reinhold Bocklet, 1. Vizepräsident des Bayerischen Landtags, hob hervor: „Nichts vermag so zu überzeugen wie ein klar formulierter Gedanke, an dessen Richtigkeit man glaubt. Der faire Austausch von Argumenten ist die solideste Grundlage für eine objektive Meinungsbildung.“

Rund 28.000 Schülerinnen und Schüler an 110 Schulen in Bayern haben sich im Laufe dieses Schuljahres am Wettbewerb „Jugend debattiert“ beteiligt. Eine fachkundige Jury bewertete die Debatten nach Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Die beiden Debattensieger auf Landesebene sowie die jeweils Zweitplatzierten Anna-Maria Aggelakos vom Heinrich-Heine-Gymnasium in München und Lena Reißinger vom Gymnasium Fridericianum in Erlangen vertreten Bayern nun beim Bundesfinale von „Jugend debattiert“ vom 26. bis 28. Juni in Berlin.

Als Anerkennung für ihre Leistung und zur Vorbereitung auf das Bundesfinale erhalten die vier Sieger ein fünftägiges professionelles Rhetorik-Training. An dem Seminar auf der Burg Rothenfels am Main nehmen auch die Gewinner der anderen Bundesländer teil.

Die Finalisten von „Jugend debattiert“ in Bayern 2014 im Überblick

Debatte Altersgruppe 1 (Klassen 8 bis 9/10):
1. Platz: Rebecca Gribl, 15 Jahre, Justus-von-Liebig-Gymnasium, Neusäß
2. Platz: Lena Reißinger, 15 Jahre, Gymnasium Fridericianum, Erlangen
3. Platz: Theresa König, 14 Jahre, Maria-Ward-Gymnasium, Augsburg
4. Platz: Laura Jähnel, 14 Jahre, St. Ursula Gymnasium, Würzburg

Debatte Altersgruppe 2 (Jahrgangsstufen 10/11 bis 13):
1. Platz: Daniel Matter, 17 Jahre, Ernst-Mach-Gymnasium, Haar
2. Platz: Anna-Maria Aggelakos, 15 Jahre, Heinrich-Heine-Gymnasium, München
3. Platz: Johannes Heyn, 17 Jahre, Gymnasium bei St. Anna, Augsburg
4. Platz: Christian Rausch, 18 Jahre, Gymnasium bei St. Anna, Augsburg

 

 

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