Bayerischer Landtag

Bayerisch-russische Gespräche: Professorinnen aus Moskau zu Besuch im Landtag

1. Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet (Mitte) und Präsidiumsmitglied Prof. Dr. Peter Paul Gantzer (3.v.l.) mit den drei Professorinnen aus Moskau. Rechts: Übersetzer Dr. Valeriy Makarchenko, links: Prof. Dr. Eberhard Grein von der Siemens AG. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Dienstag, 8. November 2016

Drei Professorinnen der Staatlichen Landesuniversität Moskau – Prof. Dr. Liudmila Chistokhodova, Prof. Dr. Irina Zhurakhovskaia und Prof. Dr. Tatiana Vlasova – suchen in der bayerischen Landeshauptstadt den Austausch auf wissenschaftlicher Ebene und haben dazu auch im Landtag Gespräche geführt: 1. Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet und Präsidiumsmitglied Prof. Dr. Peter Paul Gantzer hießen die Vertreterinnen der Moskauer Hochschule herzlich im Maximilianeum willkommen. Das bayerische Parlamentsgebäude, in dem Studenten und Parlamentarier unter einem Dach vereint sind, biete gute Anknüpfungspunkte, um wissenschaftliche wie politische Themen zu erörtern, betonte Bocklet.

Die Professorinnen stellten ihre universitäre Einrichtung in der russischen Hauptstadt vor. Dazu gehören 15 Fakultäten, über 10.000 Studenten und 400 Doktoranden. Prof. Dr. Liudmila Chistokhodova ist dort Direktorin des Instituts für Wirtschaft, Verwaltung und Recht, Prof. Dr. Irina Zhurakhovskaia, Dekanin der Fakultät für Ökonomik, und Prof. Dr. Tatiana Vlasova, Leiterin des Lehrstuhls für Management und Organisation. Ein wichtiges Themengebiet, mit dem alle drei Wissenschaftlerinnen befasst sind, ist das Ausschreibungswesen der öffentlichen Verwaltung, mittels dem Korruptionsversuchen ein Riegel vorgeschoben werden soll: „Wir sind, was die öffentlichen Ausschreibungen anbelangt, sehr an den neuesten Entwicklungen auf europäischer und internationaler Ebene interessiert“, erklärte Prof. Chistokhodova. Kooperationen gebe es mit der UNO, aber auch mit privaten Unternehmen wie der Siemens AG sowie mit der Katholischen Stiftungsfachschule in München.

Erster Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet, der unter anderem auch dem Petersburger Dialog angehört, und Präsidiumsmitglied Prof. Dr. Peter Paul Gantzer freuten sich über den persönlichen Austausch mit den Hochschulvertreterinnen aus Moskau. Bocklet und Gantzer verwiesen auf die vor über zehn Jahren begründete Partnerschaft des Bayerischen Landtags mit der Moskauer Stadtduma und der Moskauer Gebietsduma und bedauerten es, dass die bilateralen Kontakte zuletzt abgeflaut seien. Gerade in schwierigen politischen Zeiten seien der Gedankenaustausch und die Zusammenarbeit wichtig, hob Reinhold Bocklet hervor und sprach sich für eine Neubelebung der bayerisch-russischen Beziehungen aus.

Die Vertreterinnen der Moskauer Universität versprachen, bei ihrer Heimkehr diese Botschaft aus Bayern dem Präsidenten der Moskauer Gebietsduma zu überbringen. Auch eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landtag bei Bildungsfragen steht auf dem Wunschzettel der russischen Professorinnen ganz oben.  /kh


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