Bayerischer Landtag

Landtagsvizepräsident Peter Meyer eröffnet 7. Bayerisches Anwenderforum eGovernment

Landtagsvizepräsident Peter Meyer eröffnete die Tagung mit einem Grußwort | © blende11 fotografen
Blick ins Publikum | © blende11 fotografen
Im Gespräch (v.r.): Dr. Michael Wilhelm, Staatssekretär und CIO des Freistaates Sachsen, Wolfgang Kühnert, IuK-Referatsleiter im Landtagsamt, Landtagsvizepräsident Peter Meyer, Infora-Geschäftsführer Rainer Ullrich und MdB Hansjörg Durz. | © blende11 fotografen

Schloss Nymphenburg, 9. und 10. Juni 2015

Das Anwenderforum eGovernment in Bayern hat mittlerweile Tradition: Bereits zum siebten Mal kamen bei dieser jährlichen Fachtagung unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Landtags Experten aus Wirtschaft und Verwaltung zusammen. Heuer diskutierten rund 350 Teilnehmer sowie Referenten und Anbieter in den Räumen von Schloss Nymphenburg über konzeptionelle und praktische Fragen des IT-Einsatzes in der Staats- und Kommunalverwaltung und erörterten aktuelle Entwicklungen der rechtlichen, personellen und technologischen Rahmenbedingungen, wie etwa Cybersicherheit und Datenschutz.

Landtagsvizepräsident Peter Meyer eröffnete das Forum mit einem Grußwort. Dabei diagnostizierte er Fortschritte beim Ausbau von eGovernment, mahnte zugleich aber ein schnelleres Tempo bei der weiteren Umsetzung an. Angesichts von über sechs Millionen Smartphones, die im ersten Quartal 2015 allein in Deutschland verkauft wurden, erklärte er: „Der Tag könnte nah sein, an dem auf breiter Front M(obile)-Government gefordert wird und wir mit eGovernment noch gar nicht fertig sind.“

Der Entwurf eines Bayerischen eGovernment-Gesetzes wird demnächst in den Landtag zur Beratung eingebracht. Mit Blick darauf forderte Peter Meyer, dass die elektronische Kommunikation der Bürgerinnen und Bürger mit den Behörden in rechtsverbindlicher Form zulässig wird: „Antragstellung und Rechtsbehelfsverfahren müßten auch in elektronischer Form zulässig werden“, betonte er. Der Landtagsvizepräsident unterstrich außerdem, dass bei der Umsetzung von eGovernment neben dem technisch Machbaren immer auch Prozesse und die jeweilige Prozessorganisation eine entscheidende Rolle spielen würden. IT-Fachleute müßten deshalb verstärkt die Fachverantwortlichen in den Behörden einbinden.

Genau darauf zielte das siebte Bayerische Anwenderformum eGovernment ab, bei dem die wichtigen eGovernment-Schnittstellen aus Wirtschaft und Verwaltung repräsentiert waren. Schwerpunktthemen in den Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Marktforen bildeten unter anderem „Cybersicherheit, Datenschutz und Informationssicherheit“, rechtliche Entwicklungen, „Smart City“, „Der Arbeitsplatz der Zukunft“, „ebenenübergreifendes e- und openGovernment“ sowie „Authentisierung und Willensbekundung im eGovernment“. Das Programm des Forums hatte ein Fachbeirat unter Vorsitz von Wolfgang Kühnert, Leiter des Referats IuK-Dienste im Landtagsamt, ausgearbeitet. Der Vertreter des Landtagsamts moderierte auf der Fachtagung unter anderem auch die Podiumsdiskussion zum eGovernment-Gesetz. /kh

Weitere Informationen zur Fachtagung  „Bayerisches Anwenderforum eGovernment“

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