Bayerischer Landtag

Delegation aus der Ostukraine besucht den Landtag

I. Vizepräsident Reinhold Bocklet und Sergej Tschernow. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag
Die Delegation mit Abgeordneten und Mitgliedern des Landtagspräsidiums. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag
Landtagspräsidentin Barbara Stamm mit Sergej Tschernow, dem Vorsitzenden der Gebietsversammlung Charkiws. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag
Der Gast Sergej Tschernow mit I. Vizepräsidenten Reinhold Bocklet und Vizepräsidenten Peter Meyer beim Ehrenbucheintrag. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Donnerstag, 09. Juni 2016

I. Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet hat heute eine 13 Personen umfassende Delegation aus der Ostukraine im Landtag willkommen geheißen. Die Gäste, Abgeordnete der Gebietsversammlung, kommen aus der Region Charkiw, die eine eigene Verwaltungseinheit innerhalb der Ukraine darstellt. Die Stadt Charkiw – Namensgeber für die Region – war in früheren Zeiten sogar Hauptstadt der Ukraine und ist noch heute eines der großen Wissenschafts- und Kulturzentren des Landes. Der Vorsitzende der Gebietsversammlung, Dr. Sergej Tschernow, kam das erste Mal nach Bayern.
Im ersten Gespräch mit Reinhold Bocklet, unter anderem ehemaliger Bayerischer Landwirtschaftsminister, stand auch die Agrarpolitik im Mittelpunkt. Immer noch ist die Ukraine ein weltweit führender Getreideproduzent und auch der Delegationsleiter hat einen landwirtschaftlichen Hintergrund: Sergej Tschernow hat Agrarmechanik studiert. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Überschwemmungen in Bayern war auch die Flutkatastrophe Thema.

Beim anschließenden Arbeitsessen bedankte sich Landtagspräsidentin Barbara Stamm für das Interesse an Bayern und an parlamentarischer Zusammenarbeit. "Wir müssen uns begegnen und weiterhin im Gespräch bleiben. Gerade in schwierigen Zeiten, die sie gerade durchleben, ist das der einzige Weg, um gemeinsame Lösungen zu finden und zusammen zu kommen", erklärte Stamm. Tschernow lobte die Unterstützung Bayerns für die Ukraine "Ich hoffe, dass wir in eine Phase konkreter Taten eintreten können, was unsere Zusammenarbeit angeht", sagte Tschernow und wies auf die rund 1000 bayerischen Unternehmen hin, die in der Ukraine tätig sind. "Ich glaube auf diesem Bereich ist noch mehr möglich, Aber auch in der Zusammenarbeit der Institutionen. Ich erhoffe mir viele gute Impulse und Anregungen aus Bayern".


Erst im November des letzten Jahres war das Landtagspräsidium zu Gast in der Heimatregion der Delegation. Die Präsidiumsreise führte in die ukrainische Hauptstadt Kiew und danach auch nach Charkiw. /if/ap/zg

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