Bayerischer Landtag

09.07.2013 - Griechischer Botschafter zu Gast im Maximilianeum

Landtagspräsidentin Barbara Stamm empfängt Panayotis Zografos.

Bild: Griechenalnds Botschafter Panayotis Zografos mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm. | Foto: Rolf Poss
Griechenalnds Botschafter Panayotis Zografos mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Panyotis Zografos, Griechenlands neuer Botschafter in Deutschland, absolvierte am 9. Juli 2013 seinen Antrittsbesuch im Bayerischen Landtag, wo er von Barbara Stamm zu einem Arbeitsgespräch empfangen wurde. Zografos und Stamm waren sich einig, dass auch die Turbulenzen rund um die europäische Finanzkrise dem traditionell engen und guten Verhältnis zwischen Bayern und Griechenland nichts anhaben konnten. „Wir sind mit Bayern durch historische Bande eng verbunden und werden es bleiben“, versicherte Zografos in perfektem Deutsch mit leichtem Wiener Einschlag, den er seinen sechs Berufsjahren in Österreich verdankt.

Zografos und Stamm teilten auch die Einschätzung über die positivere Wahrnehmung Griechenlands und die Anerkennung der großen Strukturreformen in dem Land durch die internationale Gemeinschaft. Für die zeitweiligen Irritationen im Verhältnis zwischen Deutschland und Griechenland machte Zografos auch Teile der Medien in beiden Ländern verantwortlich: „Da haben einige Boulevardzeitungen keine glückliche Rolle gespielt.“ Aber er zeigte sich auch optimistisch über den Zusammenhalt innerhalb der EU. „Niemand spricht mehr über einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Und die große Mehrheit der Menschen in Griechenland will in der EU und der Eurozone bleiben“, stellte Zografos klar, räumte allerdings auch ein: „Es liegt ein langer Weg vor uns.“ Barbara Stamm versicherte Zografos Unterstützung. „Wir werben bei den Menschen in Deutschland auch für Griechenland und den Weg, den wir gemeinsam eingeschlagen haben. Deutschland als Exportnation hat vom Euro profitiert und eine stabile Währung muss uns etwas wert sein“, erklärte Stamm. Besonders besorgt zeigte sich Stamm über die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland: „Da droht eine ganze Generation eine Perspektive zu verlieren, das dürfen wir nicht zulassen“, betonte die Landtagspräsidentin. Zografos hatte in diesem Bezug eine Horrorzahl parat. „In einigen Landstrichen Nordgriechenlands liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei 75 Prozent“, erklärte der Botschafter, versicherte aber, er glaube an eine baldige Trendwende: „Griechenland wird Erfolg haben und dieser Erfolg wird auch ein Erfolg Deutschlands sein.“ /zg

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