Bayerischer Landtag

09.11.2011 - 22.000 Unterschriften für kostenlose Altenpflegeschulen

Bild: Altenschüler und Verdi-Vertreter bei der Übergabe der Sammelpetition an Landtagspräsidentin Barbara Stamm. Mit im Bild (1. und 2. Reihe rechts) Renate Ackermann und Claudia Stamm (Fraktion B´90/Die Grünen) | Foto: Heidi Wolf
Altenschüler und Verdi-Vertreter bei der Übergabe der Sammelpetition an Landtagspräsidentin Barbara Stamm. Mit im Bild (1. und 2. Reihe rechts) Renate Ackermann und Claudia Stamm (Fraktion B´90/Die Grünen) | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Fast 22 000 Unterschriften für eine gebührenfreie Ausbildung haben Altenpflegeschüler in ganz Bayern seit Februar 2011 gesammelt. Am 9. November 2011 kamen sie mit den Listen ins Maximilianeum und überreichten Landtagspräsidentin Barbara Stamm die Petition. Damit wollen sie erreichen, dass das Parlament ein Gesetz für eine kostenlose Altenpflegeausbildung für alle vorschreibt. „Weg mit dem Schuldgeld“, das ist ihre Forderung. Bei einem monatlichen Einkommen von höchstens 832 Euro im Monat müssen die Pflegeschüler im Monat 100 Euro Schulgeld zahlen, berichteten die jungen Frauen und Männer, die zu dem Termin ins Maximilianeum gekommen waren. Vorher hatten sie in der Innenstadt von München gegen die Gebühren demonstriert. Dominik Schirmer, zuständiger Fachreferent bei der Gewerkschaft Verdi, und Gewerkschaftssekretär Stefan Jagel, schilderten, dass zwei Drittel aller Altenpflegeschulen in Bayern Gebühren verlangen. Dabei handle es sich um Einrichtungen unter der Trägerschaft der Kirchen, der Wohlfahrtsverbände und der sozialen Dienste. „Die Zuschüsse des Staates reichen nicht. Die Schulen holen sich das Geld von den Studierenden wieder“, beklagten die Vertreter von Verdi. – Mit der Sammelpetition beschäftigt sich demnächst der Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags, nachdem das Bayerische Kultusministerium seine Stellungnahme zu dem Thema abgegeben hat. /hw

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