Bayerischer Landtag

10.02.2010 - Aufstellung des Klima-Holzwürfels im Landtag

Ein Meter lang, ein Meter tief, ein Meter breit – das sind die Abmessungen des Klima-Holzwürfels, der seit heute in der Eingangshalle des Maximilianeums aufgestellt ist. Der Kubikmeter große Würfel entspricht genau der Menge Holz, die in Bayern in jeder Sekunde nachwächst und dabei rund eine Tonne Kohlendioxid speichert. Als „Denk-mal“ soll er Passanten daran erinnern, dass Holznutzung aktiver Klimaschutz ist.

Aufstellung des Klima-Holzwürfels mit den Mitgliedern des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. | Foto: Rolf Poss
Aufstellung des Klima-Holzwürfels mit den Mitgliedern des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Albert Füracker, Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung Landwirtschaft und Forsten, stellte zum Auftakt der Ausschusssitzung vor Vertretern der Forstwirtschaft den Klima-Holzwürfel der Öffentlichkeit vor: „Klimaschutz durch Holz hat enorme Potenziale“, betonte er. Holz als Bau-, Werk- und Dämmstoff könne beträchtliche Mengen Kohlendioxid speichern. Klimafreundliches Handeln heiße deshalb auch: Mehr Holz verwenden! Der Klimawandel bedrohe allerdings Menschen und Wälder, sagte der Ausschussvorsitzende und führte als Herausforderungen steigende Waldbrandgefahr, zunehmende Sturmschäden und die Immigration bisher unbekannter Schädlinge an. Beispielsweise hätte es früher in den Höhenlagen des Bayerischen Waldes keinen Borkenkäfer gegeben.

Dr. Jürgen Bauer, Geschäftsführer Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern, belegte die Bedeutung des Waldes für den Klimaschutz mit Zahlen: Ein Drittel der Landesfläche sei bewaldet, eine Milliarde Festmeter Holz stünden in den Forsten: „Wir können rund 20 Millionen Festmeter Holz pro Jahr nutzen und dies ausbauen, ohne die Nachhaltigkeit unserer Wälder zu gefährden“, betonte Bauer. Voraussetzung sei allerdings, dass Holz zuerst stofflich und dann energetisch genutzt würde.

Die Vertreter der forstlichen Verbände und Vereine in Bayern nutzten die Präsentation des Klima-Holzwürfels im Bayerischen Landtag zudem, um mit den Ausschussmitgliedern ins Gespräch zu kommen und dabei auf die wirtschaftliche Bedeutung der Branche Forst und Holz in Bayern hinzuweisen. Rund 200 000 Menschen sind in diesem Sektor beschäftigt. Sie erwirtschaften jährlich einen Umsatz von über 30 Milliarden Euro.

Die Bedeutung des Waldes für den Klimaschutz wird auch beim 2. Waldtag Bayerns, am 27. August in Weihenstephan, im Mittelpunkt stehen. /kh

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