Bayerischer Landtag

10.11.2010 - Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet empfängt namibischen Vizestaatsminister Elia George Kaiyamo

Bild: Begegnung im Maximilianeum: Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet begrüßt Elia George Kaiyamo, den namibischen Vizestaatsminister für Inneres und Einbürgerung. | Foto: Rolf Poss
Begegnung im Maximilianeum: Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet begrüßt Elia George Kaiyamo, den namibischen Vizestaatsminister für Inneres und Einbürgerung. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Namibia setzt beim Aufbau und der Stärkung seiner demokratischen und rechtsstaatlichen Strukturen auf den engen Austausch mit Bayern: „Der Freistaat hat in Namibia eine Vorbildfunktion. Wir möchten hier möglichst viel lernen und mit nach Hause nehmen“, unterstrich der namibische Vizestaatsminister Elia George Kaiyamo für Inneres und Einbürgerung bei seinem Zusammentreffen mit Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet am 10. November im Maximilianeum.

Namibia, der jüngste der afrikanischen Staaten, hat sich seit seiner Unabhängigkeit im Jahre 1990 zu einem politisch und wirtschaftlich stabilen Land entwickelt: „Diese positive Entwicklung ist noch viel zu wenig im Bewusstsein der Deutschen verankert und verdient mehr Aufmerksamkeit“, betonte Reinhold Bocklet während des Gesprächs mit Elia George Kaiyamo. Der Landtagsvizepräsident hielt eine engere Zusammenarbeit auf parlamentarischer Ebene für wünschenswert: „Wir freuen uns auf mehr Austausch mit den Vertretern des namibischen Nationalrats bzw. der namibischen Nationalversammlung.“ Auch Besuche bayerischer Parlamentsdelegationen in dem südwestafrikanischen Land könnten, so Bocklet, die bilateralen Beziehungen weiter intensivieren.

Elia George Kaiyamo, der sich mit Mitarbeitern des namibischen Innenministeriums auf einer Informationsreise durch Deutschland befand, berichtete von den Parlamentswahlen vor einem Jahren: „Seit diesen Wahlen sitzt nun eine neue Generation von Politikern in den Gremien“, sagte Kaiyamo. Die seit der Unabhängigkeit regierende SWAPO ist weiterhin die dominierende Partei. Sie erreichte bei den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen mit knapp 75 Prozent erneut eine Zweidrittelmehrheit. Ende November werden Kommunal- und Regionalwahlen in Namibia stattfinden.

Die Immigration und Integration bildeten weitere Themenschwerpunkte: Deutsche zählen neben Südafrikanern zur größten Gruppe der Einwanderer in Namibia – eine Folge der gemeinsamen Geschichte der Kolonialzeit (1884 bis 1915). 35.000 Namibierinnen und Namibier sind deutschstämmig, davon rund 20.000 deutschsprachig. Offizielle Amtssprache in Namibia ist seit 1990 Englisch. Weitere Nationalsprachen sind neben Deutsch, Afrikaans und Oshivambo. /kh

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