Bayerischer Landtag

10.12.2012 - Antrittsbesuch von US-Generalkonsul Bill Moeller

Landtagspräsidentin Barbara Stamm empfängt den 51. Münchner Generalkonsul der USA.

Bild: US-Generalkonsul Bill Moeller mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm. | Foto: Rolf Poss
US-Generalkonsul Bill Moeller mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Seit September 2012 ist Bill Moeller der neue Generalkonsul der USA in München. Seine erste Amtshandlung bestand im Erwerb von Lederhosen für den Besuch des Oktoberfests. Bayern kennt Moeller gut seit seiner Armeezeit, die er in Bad Tölz ableistete, sehr gut. Dort lernte der 50-Jährige auch Deutsch. Am 10. Dezember 2012 stellte sich Moeller bei seinem Antrittsbesuch im Bayerischen Landtag bei Landtagspräsidentin Barbara Stamm vor. „Lassen Sie uns gleich über die guten Neuigkeiten sprechen – das Amerikahaus in München bleibt!“, begrüßte ihn Barbara Stamm. Das sei „selbstverständlich eine gute Nachricht“, betonte der neue Generalkonsul und sprach von sich aus die Herausforderungen für die Zukunft des Amerikahauses an. „Wir müssen das Mandat des Amerikahauses erweitern. Neben dem klassischen Kulturangebot sollten wir auch an der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Vertiefung der Beziehungen zwischen den USA und Bayern arbeiten“, stellte Moeller klar. Barbara Stamm drückte ihre Erleichterung über die positive Entwicklung beim Amerikahaus aus und unterstützte Moellers Ansatz. „Was gut ist, kann auch noch besser werden“, sagte die Landtagspräsidentin.

Der neue Generalkonsul ist bestens über landespolitische Themen informiert

Das Verhältnis zu acatech, die nun in ein Gebäude in der Nähe einziehen wird, sieht Moeller unproblematisch. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit. Für die transatlantischen Beziehungen ist acatech sehr wichtig“, erklärte Moeller, der sich außerordentlich interessiert an den landespolitischen Themen zeigte. Neben den Studiengebühren und möglichen Wahlterminen befragte er Barbara Stamm besonders intensiv zum Thema Frauenquote. Weshalb immer noch vergleichsweise wenige Frauen im Landtag vertreten seien und wie man es ändern könnte, wollte Moeller wissen. „Im Landtagsamt, also in der Verwaltung, ist die Frauenquote, auch in leitenden Positionen, mittlerweile gut“, führte Barbara Stamm aus. In der Volksvertretung selbst sei die Anzahl der weiblichen Abgeordneten zu niedrig. „Warum führen Sie keine Quote ein?“, hakte Moeller ein. Das Wahlsystem ließe dies in Bayern nicht zu, erläuterte Barbara Stamm und wies darauf hin, dass es zu wenige Kandidatinnen für Direktmandate in den Stimmkreisen gebe. Moeller gab zu verstehen, dass er die Problematik erkenne, aber als pragmatischer Amerikaner wollte er es dann doch ganz genau wissen: „Warum stellt man dann nicht mehr Frauen in den Stimmkreisen als Direktkandidatinnen auf?“- „Das ist eine gute Frage“ antwortete Barbara Stamm lächelnd und Moeller insistierte als guter Diplomat nicht weiter. / zg

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