Bayerischer Landtag

13.05.2010 - "Familie bedeutet Zukunft" - Familienempfang des Bayerischen Landtags anlässlich des 2. Ökumenischen Kirchentages in München

„Familie bietet einen verlässlichen Ordnungsrahmen, Familie bedeutet Zukunft“, betonte Landtagspräsidentin Barbara Stamm beim Familienempfang im Maximilianeum anlässlich des 2. Ökumenischen Kirchentages.

Eindrücke vom 2. Ökumenischen Kirchentag im Maximilianeum 

Investitionen in Kinder sind die besten Investitionen in die Zukunft, sagte Landtagspräsidentin Barbara Stamm in ihrer Begrüßungsrede anlässlich des 2. Ökumenischen Kirchentages. | Foto: Rolf Poss
Landtagspräsidentin Barbara Stamm mit ihrem Vorgänger Alois Glück. Glück ist katholischer Präsident des 2. Ökumenischen Kirchentages. | Foto: Rolf Poss
Großer Besucherandrang in der Eingangshalle West | Foto: Rolf Poss
Applaus für die Einlagen des Fränkischen Kinderchors der Bayerischen Musikakademie Hammelburg. | Foto: Rolf Poss
Auftritt des Fränkischen Kinderchors im Plenarsaal des Bayerischen Landtags | Foto: Rolf Poss
Sorgte im Senatssaal für musikalischen Schwung: die Big Band des Gymnasiums Lindenberg | Foto: Rolf Poss
Die Besucher des Kirchentages deckten sich mit Informationsmaterialien des Bayerischen Landtags ein. | Foto: Rolf Poss
Kinder ließen sich von Profis schminken. | Foto: Rolf Poss
Anziehungspunkt für die Kleinen: die Mal- bzw. Bastelecke. | Foto: Rolf Poss

Etwa 700 Gäste, Kinder und Erwachsene aus dem gesamten Bundesgebiet, konnte Landtagspräsidentin Barbara Stamm zum Familienempfang des Landtags im Rahmen des Ökumenischen Kirchentages im Münchner Maximilianeum begrüßen. Die beiden Vizepräsidenten Reinhold Bocklet und Franz Maget gaben den vielen Familien ebenso die Ehre wie weitere Vertreter der Landtagsfraktionen. Auch Repräsentanten der beiden Kirchen waren der Einladung der Landtagspräsidentin gefolgt, an ihrer Spitze Bischöfe aus Passau, Aachen, Mainz und Köln. Und nicht zuletzt hatten der Vorsitzende des Ökumenischen Kirchentages, der ehemalige Regierungspräsident Werner-Hans Böhm, und der Präsident des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, der frühere „Hausherr“ Alois Glück, den Weg ins Maximilianeum gefunden.

Die Landtagspräsidentin stellte in ihrer Begrüßungsrede die Familie als „lebenslängliche Verbindung“ von Eltern und Kindern in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen. Das Geben und Erfahren von Liebe, Vertrauen oder Hilfe, das gemeinsame mit- und voneinander Lernen, aber auch Streit und Versöhnung machten Familien zur „innigsten Verbindung, die man zueinander haben“ könne.

Familie als verlässlicher Ordnungsrahmen

Familien hätten dann, so Stamm, eine zentrale gesellschaftliche Bedeutung, wenn der Begriff nicht nur Hülse sei, sondern „Tag für Tag gelebt“ werde. Trotz der vielfältigen Veränderungen von Strukturen und Rahmenbedingungen seien Familien „Dreh- und Angelpunkt bei der Erziehung von Kindern“, weil in ihnen Werte vermittelt und vorgelebt würden. Eindringlich betonte die Präsidentin, dass in den Familien „Leistung nicht im Vordergrund“ stehe; exemplarisch verwies sie auf den großartigen Einsatz, der in der häuslichen Pflege von alten und kranken Menschen erbracht werde. „Überall dort, wo Liebe und Miteinander, menschliche Wärme und Solidarität gefragt sind, gibt es keine Alternative zur Familie“, so Stamm.

„Das sind wir den Familien schuldig“

Abschließend skizzierte die Landtagspräsidentin ihre Ideen einer zukunftsfähigen Gesellschaft für Familien – und damit einer Gesellschaft, in der „Fähigkeiten und Chancen entwickelt, Glauben und Werte vermittelt werden“ könnten. Neben einer qualitativ wie quantitativ angemessenen Kinderbetreuung, einer stärkeren Flexibilität der Arbeitswelt für die Familien, notwendiger materieller Absicherung und einem flächendeckenden Netz der Familienhilfe, für die, die Familienleistungen nicht aus eigener Kraft erbringen könnten, forderte die Landtagspräsidentin eine „familienpolitische Brille“, also die Prüfung der Familiengerechtheit für alle relevanten politischen Entscheidungen. „Das sind wir den Familien schuldig!“, so Barbara Stamm.

Kinder- und familiengerechtes Programm

Schon vor der Rede der Präsidentin waren die vielen Familien stimmungsvoll im Maximilianeum begrüßt worden: Der Fränkische Kinderchor der Bayerischen Musikakademie Hammelburg hatte den Empfang eröffnet. Und auch danach wurde den Kindern und Jugendlichen und ihren Eltern ein vielfältiges, buntes Programm geboten: Eine Mal- und eine Bastelecke zogen die Kleinen ebenso an wie die Chance, sich von Profis schminken zu lassen. Ein weiterer „Renner“ waren die „Puppet Players“, die Puppentheater auf ebenso unterhaltsamem wie hohem Niveau boten. Außerdem konnten Kinder wie Jugendliche ihr politisches Wissen, das man zuvor in einem Vortrag auffrischen konnte, in einem Quiz überprüfen.

Die Eglhartiger Werkstätten präsentierten sich mit „Silhouetten“ in einer Ausstellung für die Gäste im Kreuzgang des Maximilianeums. Jugendliche Sänger mit verschiedenen Körperbehinderungen – die „Rolli Gang“ –sorgten für zusätzliche Stimmung, nachdem zuvor schon die Big Band des Gymnasiums Lindenberg aus dem Allgäu mit schmissigen Rhythmen den Startschuss für einen entspannt-lockeren Nachmittag gegeben hatte, der mit vielen intensiven Gesprächen zwischen den Gästen ausklang. /schmi

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