Bayerischer Landtag

14.06.2013 - Kurdistan sucht den Weg nach Bayern: Erste Kontakte auf Parlamentsebene geknüpft

Bild: Landtagsvizepräsident Franz Maget empfing Falah Mustafa Bakir, den Außenminister von Kurdistan. | Foto: Heidi Wolf
Landtagsvizepräsident Franz Maget empfing Falah Mustafa Bakir, den Außenminister von Kurdistan. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Viereinhalb Flugstunden trennen München und Arbil, die Hauptstadt der Region Kurdistan im Norden des Irak. In Zukunft wollen Vertreter des kurdischen Parlaments und des Bayerischen Landtags die Strecke öfters zurücklegen. Die ersten Kontakte wurden am Freitag, 14. Juni 2013, geknüpft. Vizepräsident Franz Maget empfing Falah Mustafa Bakir, den Außenminister von Kurdistan, im Maximilianeum zu einem angeregten Meinungsaustausch.

Der Gast schilderte dabei die Entstehungsgeschichte der autonomen Provinz nach dem ersten Golfkrieg 1991. Ein Jahr später wurde das Parlament neu gewählt. „Die westlichen Demokratien sind unser Vorbild“, betonte Falah Mustafa Bakir. Vizepräsident Franz Maget regte eine Partnerschaft zwischen den Parlamenten Kurdistans und Bayerns an. Nachdem in beiden Ländern im Herbst 2013 Neuwahlen anstehen, ist der erste Besuch einer Delegation aus Kurdistan für die erste Jahreshälfte 2014 angedacht. Bis dahin sollen die vielfältigen Möglichkeiten einer Zusammenarbeit ausgelotet werden. Bei seinem Besuch im Landtag wurde der kurdische Außenminister von Rainer Ptok begleitet, dem Leiter Außenwirtschaft bei der vbw, der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. Mit dabei war außerdem Nashmil Rahimi, Projektmanagerin im Deutschen Wirtschaftsbüro Irak. Als Erinnerungsgeschenk überreichte Franz Maget einen Bildband über das Maximilianeum, Falah Mustafa Bakir hatte ein reich bebildertes Buch über Kurdistan mitgebracht./hw

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