Bayerischer Landtag

Informationstag: Verbraucher-Lobby zeigt Flagge im Landtag

Landtagspräsidentin Barbara Stamm im Gespräch mit (v.li.): René Christian Effinger (Verbraucherzentrale Bayern), Marion Zinkeler (Verbraucherzentrale Bayern), Juliane Daum (VerbraucherService Bayern) und Ute Mowitz-Rudolph (VerbraucherService Bayern) | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Donnerstag, 14. Juni 2018

Aktuelle Verbraucherthemen und die Zukunft des Verbraucherschutzes stehen im Mittelpunkt eines Informationstages, den der VerbraucherService Bayern und die Verbraucherzentrale Bayern heute im Landtag gemeinsam durchführen. Ob Handy-Vertrag, Datenschutz, Altersvorsorge oder Bausparen – die beiden Verbraucherorganisationen präsentieren mit Informationsständen und Aktionen ihr Beratungs- und Leistungsspektrum. „Indem Sie Transparenz und Vergleichbarkeit herstellen, sorgen Sie dafür, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher mündig und verantwortungsbewusst ihre Kaufentscheidungen treffen können“, würdigte Landtagspräsidentin Barbara Stamm die Arbeit der beiden größten bayerischen Verbraucherschutzverbände bei der Eröffnung.

Begegnung mit Roboter Pepper | © Bildarchiv Bayerischer Landtag
Schautafeln und Informationsinseln im Senatssaal | © Bildarchiv Bayerischer Landtag
Das Thema Verbraucherschutz hat einen hohen Stellenwert: Viele Abgeordnete nahmen am Infotag teil | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Vorstandsvorsitzende Juliana Daum stellte die Organisation des VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. mit bayernweit 15 Geschäftsstellen und rund 165.000 Mitgliedern vor. Seit nunmehr über 60 Jahren gebe der VerbraucherService Bayern Sicherheit, weil er Bürgerinnen und Bürgern bei fast allen Fragen mit Rat und Tat zur Seite stehe. Dabei sei Vorsorge natürlich immer besser als Nachsorge. Nicht selten kämen die Verbraucher aber erst dann zum VerbraucherService, wenn „das Kind bereits in den Brunnen gefallen sei“. „Wir sind dann oft auch die Feuerwehr“, erklärte Daum.

Von einer Erfolgsquote in Höhe von rund 70 Prozent im Sinne des Verbrauchers, etwa nach Abmahnungen, sprach Marion Zinkeler, Vorstandsvorsitzende der Verbraucherzentrale Bayern. Sie verwies zudem auf die Musterfeststellungsklage, die im Bundestag als Gesetz beschlossen wurde. Dadurch, so Zinkeler, könnten Schadensersatzforderungen von Verbrauchern in Zukunft besser durchgesetzt werden.

Handy-Fastenaktion und „Wunschwand“

Neben Schautafeln und Informationsinseln ist im Senatssaal auch ein kleiner Roboter namens Pepper im Einsatz, der eine Umfrage durchführt. Außerdem gibt es Anregungen für eine Handy-Fastenaktion und eine „Wunschwand“, an der Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Ideen, Vorschläge und Anregungen festmachen können. Im Mittelpunkt steht aber das Gespräch und der Meinungsaustausch mit den Abgeordneten. Experten beider Verbände zu interessanten Schwerpunktthemen wie Finanzwirtschaft, Energiemarkt, digitale Dienstleistungen und Lebensmittelsicherheit stehen dafür zur Verfügung.   /kh

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