Bayerischer Landtag

15.11.2011 - Verleihung des Mannlich-Kunstpreises 2011

Seit 1974 vergibt der Bund der Pfalzfreunde in Bayern e.V. den Mannlich-Kunstpreis an überragende junge Künstler aus der Pfalz. Als Präsidentin des Landtags ist Barbara Stamm auch traditionell die erste Vorsitzende des Bundes der Pfalzfreunde und empfing am 15. November die Gewinner des Mannlich-Kunstpreises 2011 im Lesesaal des Maximilianeums.

Den Hauptpreis erhielt Sebastian Ruhland, den Förderpreis Christian Hiegle. Beide absolvierten ihr Studium der Malerei an der Nürnberger Akademie und stammen aus Landau in der Pfalz. Landtagspräsidentin Barbara Stamm wies in ihrem Grußwort darauf hin, dass Kunst kein überflüssiger Luxus sei. "Kunst war und ist immer noch Spiegel gesellschaftlicher Verhältnisse sowie Antreiber geistiger Wandlungsprozesse. Kunst entwickelt Konventionen und sprengt sie auch wieder. Sie ist nicht nur für die Gesellschaft, sondern auch für die Entwicklung von jungen Menschen besonders wichtig", sagte Stamm. Deswegen komme Auszeichnungen wie dem Mannlich-Kunstpreis große Bedeutung zu. "Diese Auszeichnung honoriert die Kreativität von jungen Künstlerinnen und Künstlern und unterstützt sie in ihrer Entwicklung. Die Maßstäbe an die Qualität schließen Beliebigkeit aus und schaffen ein Bewusstsein für Leistungen", betonte Stamm. Und nicht zuletzt würden damit die traditionsreichen kulturellen Bande zwischen Bayern und der Pfalz gepflegt. Professor Fridhelm Klein, Vorsitzender der Jury, lobte in seiner Preisbegründung die Sorgfalt der ausgezeichneten Künstler. Beide hätten vor ihrem Kunststudium ein Handwerk erlernt und beiden käme die gründliche Ausbildung im künstlerischen Prozess zugute. Für den musikalischen Rahmen sorgte Gitarrenvirtuose Perry Schack, der die anwesenden Gäste zu Beifallsstürmen hinriss.

Den Johann Christian von Mannlich-Kunstpreis vergibt der Bund der Pfalzfreunde alle drei bis fünf Jahre an junge Pfälzer Künstler, die an einer der beiden Bayerischen Kunstakademien in München und Nürnberg ihr Studium absolviert haben. Die Auszeichnung erinnert an den Zweibrücker Maler und ersten Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, Johann Christian von Mannlich (1741 – 1822). Er rettete und überführte 1799 unter dem Kurfürsten Max IV. Joseph und späteren König Max I. Joseph von Bayern die wertvolle Zweibrücker Galerie nach München – heute ein bedeutender Bestand der Alten Pinakothek. Außerdem förderte er die Ausbildung junger Künstler. / zg

Landtagspräsidentin Barbara Stamm mit den Gewinnern des Mannlich-Kunstpreises 2011: Sebastian Ruhland und Nachwuchs-Preisträger Christian Hiegle. Daneben Anton Freiherr von Cetto, 2. Vorsitzendender des Bundes der Pfalzfreunde in Bayern e.V. (von links). | Foto: Rolf Poss
Gitarrenvirtuose Perry Schack sorgte für den passenden musikalischen Rahmen. | Foto: Rolf Poss
Landtagspräsidentin Barbara Stamm begrüßt die Preisträger und Gäste des Abends. | Foto: Rolf Poss
Eines der im Landtag gezeigten Werke des Preisträgers Sebastian Ruhland. | Foto: Rolf Poss
Professor Fridhelm Klein, Vorsitzender der Preisjury, begründet die Entscheidung der Jury. | Foto: Rolf Poss
 
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