Bayerischer Landtag

16.06.2010 - Geballte E-Government-Kompetenz beim 2. Bayerischen Anwenderforum

Aktuelle und zukunftsweisende E-Government-Themen standen im Mittelpunkt des 2. Bayerischen Anwenderforums Mitte Juni in München.

Bild: Franz Maget, Zweiter Vizepräsident des Bayerischen Landtags, während seines Grußworts beim Anwenderforum E-Government 2010. | Foto: infora GmbH
Franz Maget, Zweiter Vizepräsident des Bayerischen Landtags, während seines Grußworts beim Anwenderforum E-Government 2010. | © infora GmbH

Mitarbeiter der bayerischen Landes- und Kommunalverwaltung konnten sich zwei Tage lang über neue Entwicklungen informieren und mit kompetenten Gesprächspartnern über ihre Projekte im Bereich der öffentlichen Informationstechnik diskutieren. Dazu gab es Vorträge, Fachforen sowie eine Ausstellung. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Landtags sowie des IT-Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Franz Josef Pschierer.

„E-Government nutzt die Potentiale der Informationstechnologien für eine leistungsfähige öffentliche Verwaltung, für mehr Bürgerbeteiligung und Demokratie“, unterstrich Franz Maget, Zweiter Vizepräsident des Bayerischen Landtags, in seinem Grußwort zum Auftakt der Veranstaltung im Internationalen Congress Center München (ICM) vor Besuchern und Ausstellern aus Verwaltung und Wirtschaft.

„Nicht die Bürger sollen laufen, sondern die Daten“

Viel hat sich getan, seit im Jahr 2000 die Bundesregierung mit E-Government startete. „Nicht die Bürger sollen laufen, sondern die Daten“, hieß damals der Slogan. Um diese Vision flächendeckend bzw. Behörden übergreifend umzusetzen, bleibt dennoch viel zu tun: „Wir wollen E-Government in Bayern noch erfolgreicher gestalten“, berichtete Franz Josef Pschierer beim Anwenderforum. Dafür, so der IT-Beauftragter der Staatsregierung, sei es erforderlich, die Bedürfnisse des Bürgers und der Wirtschaft durch gezielte Prozessanalysen noch besser auszuloten.

Eine „durchwachsene Bilanz“ zog Rainer Ullrich, Infora GmbH, mit Blick auf die vergangenen zehn Jahre. Als positiv verbuchte er u. a. die Gründung eines IT-Planungsrates, durch den die Bund-Länder-Zusammenarbeit im Bereich der öffentlichen Informationstechnik nun institutionalisiert worden sei. Mangelhafte Standardisierungen, unklare Schnittstellen, langwierige Abstimmungsprozeduren schlugen aber noch immer negativ zu Buche, bedauerte der IT-Experte. Die Kommunen – Hauptakteure des E-Governments – nutzten beispielsweise bei gleichen Aufgaben unterschiedliche Infrastrukturen. Hier sei künftig mehr Kooperation notwendig, ohne in die kommunale Selbstverwaltung einzugreifen.

Bild: Informations- und Austauschplattform: Mehr als 50 Aussteller suchten den Dialog mit den Anwendern. | Foto: Katja Helmö
Informations- und Austauschplattform: Mehr als 50 Aussteller suchten den Dialog mit den Anwendern. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Länder- und ebenenübergreifende Kooperationsmodelle bildeten auch den Themenschwerpunkt eines eigenen Fachforums. In anderen Foren ging es um digitale Identitäten, die Breitbandversorgung in Bayern, IT-Security oder „Green IT“ in der öffentlichen Verwaltung.

Mehr als 50 Aussteller und rund 750 Teilnehmer nutzten das 2. Bayerische Anwenderforum als Informations- und Austauschplattform – ein deutlicher Zuwachs gegenüber der Veranstaltung im vergangenen Jahr. /kh

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