Bayerischer Landtag

Deutsch-amerikanische Partnerschaft vertieft

Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet (Mitte) mit Michael Meissner, Andreas Würtenberger, Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer und Christian von Sydow (v.li.). | © Bildarchiv Bayerischer Landtag
Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet hob die langjährige bayerisch-amerikanische Freundschaft hervor. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag
Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer brach eine Lanze für das transatlantische Freihandelsabkommen. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Dienstag, 16. September 2014

Deutschland im globalen Wettbewerb war Kernthema eines Forums der American Chamber of Commerce in Germany (AmCham) im Bayerischen Landtag. Als Hauptredner des Abends war Ingo Kramer, Präsident Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), eingeladen.

I. Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet unterstrich in seiner Begrüßungsansprache die enge Verbindung zwischen Bayern und den USA. „Bayern wäre heute nicht das, was es ist, wenn wir nicht jahrzehntelang auf die großzügige Partnerschaft und Zusammenarbeit mit Amerika hätten bauen können“, betonte Bocklet. Nach wie vor seien die Vereinigten Staaten das bedeutendste Zielland sowohl bayerischer Investitionen als auch bayerischer Exporte. „Über 900 bayerische Unternehmen haben eine Niederlassung in den USA, beinahe ebenso viele amerikanische Firmen, rund 850, sind im Freistaat ansässig“, so der I. Vizepräsident. Zugleich berichtete er von dem engen parlamentarischen Austausch zwischen dem Freistaat und den USA, so zuletzt beim NCSL Summit in Minneapolis.

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer unterstrich in seiner Rede zunächst die hohe Bedeutung der Tarifeinheit, die es in Deutschland wiederherzustellen gelte. Zudem hob er die große Innovationstätigkeit, die in Deutschland zu zwei Dritteln von den Unternehmen getragen werde, hervor. Einen besonderen Schwerpunkt legte er auf das Thema Energieversorgung. „Die Energiekosten sind längst zum entscheidenden Standortfaktor geworden“, betonte Kramer. Diese gefährdeten in hohem Maße Investitionsentscheidungen. „Die Energie ist heute ein multinationales Feld.“ Eine Lanze brach Kramer für das Transatlantische Freihandelsabkommen  zwischen der EU und den USA (TTIP): „Warum sollte das ausgerechnet mit dem stärksten Partner Europas nicht möglich sein“, fragte er und fügte hinzu: „Beim Abkommen geht es um Spielregeln, nicht um Absenkung von Standards.“

Beim anschließenden Empfang hatten die zahlreichen Gäste die Möglichkeit, transatlantische Freundschaften und Netzwerke praktisch zu vertiefen.

Die AmCham ist eine länderübergreifende Wirtschaftsorganisation, die die Interessen von über 3000 amerikanischen und deutschen Mitgliedern vertritt. In diesem Jahr feiert sie das 111. Jubiläum ihres Bestehens./ap

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