Bayerischer Landtag

17.03.2011 - Träger des Freiwilligen Ökologischen Jahres im Dialog mit den Abgeordneten - 200 junge Menschen engagieren sich jährlich

Bild: Informationstag im Maximilianeum zum Freiwilligen Ökologischen Jahr - kurz: FÖJ. | Foto: Rolf Poss
Informationstag im Maximilianeum zum Freiwilligen Ökologischen Jahr - kurz: FÖJ. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

„Nach dem Abitur hatte ich das Bedürfnis, mal etwas ganz anderes zu tun als immer nur zu pauken. Ich wollte mich ökologisch engagieren und in der Natur arbeiten“, erzählt Marian Hornung. Der 20-Jährige absolviert derzeit am Forstamt Landsberg ein Freiwilliges Ökologisches Jahr – kurz: FÖJ. Die drei bayerischen Träger des FÖJ – Bund der Katholischen Jugend (BDKJ), Evangelische Jugend in Bayern (EJB) und die Jugendorganisation des Bund Naturschutzes (JBN) – stellten am 17. März im Bayerischen Landtag den Abgeordneten ihre Arbeit und ihre Projekte vor. Ihr Anliegen: Die „kleine Schwester des freiwilligen sozialen Jahres“ soll in der Öffentlichkeit noch bekannter, das Angebot ausgeweitet werden.

Bild: Landtagspräsidentin Barbara Stamm bedankte sich bei den Öko-Freiwilligen für deren gesellschaftliches Engagement. | Foto: Rolf Poss
Landtagspräsidentin Barbara Stamm bedankte sich bei den Öko-Freiwilligen für deren gesellschaftliches Engagement. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Landtagspräsidentin Barbara Stamm unterstützt das Anliegen der FÖJ-Träger: „Wir sind für jeden jungen Menschen dankbar, der sich ganz bewusst in die Verantwortung der Gesellschaft stellt.“ Es sei eine Aufgabe der Politik, die Palette möglicher Einsatzfelder auszudehnen und genügend freie Stellen anzubieten. Es dürfe nicht sein, dass ein interessierter Jugendlicher nicht zum Zuge kommt, weil alle Plätze schon belegt sind, betonte die Landtagspräsidentin beim Informationstag.

Die Zahl der jungen Menschen, die in Bayern jährlich ein landesgefördertes FÖJ absolviert haben ist von ursprünglich 67 im Jahr 1995/1996 auf inzwischen knapp 200 gestiegen. Rund 2100 Ehrenamtliche haben damit bislang ein FÖJ in Bayern geleistet. Typische Einsatzorte sind Landrats-, Forst- und Wasserwirtschaftsämter, Freilandmuseen, Biobauernhöfe, Vogelwarten, Energieagenturen oder Umweltbildungseinrichtungen.

„Das Jahr ist mehr als ein Brückenjahr zwischen Schule und Studium oder Ausbildungsplatz. Es hat mich ungemein bereichert“, schwärmt Viola Ibba mit Blick auf ihren Einsatz beim Bund Naturschutz in Nürnberg, für den sie Öffentlichkeitsarbeit gemacht hat. Viele der ehemaligen Öko-Freiwilligen seien nach ihrer FÖJ-Erfahrung motiviert, einen einschlägigen Beruf zu ergreifen, erklärte Bildungsreferentin Ingrid Auernhammer im Gespräch mit den Abgeordneten. Auf jeden Fall, so die FÖJ-Vertreterin, wirkten die Öko-Freiwilligen auch nach ihren Einsätzen als Multiplikatoren für einen Ressourcen schonenden Lebensstil und einen verantwortlichen Umgang mit der Natur weiter./kh

Hintergrund:
Was ist das Freiwillige Ökologische Jahr?
Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) ist ein Angebot an junge Frauen und Männer zwischen 16 und 27 Jahren, die ein Jahr lang freiwillig in einer Einrichtung des Natur- und Umweltschutzes oder der Umweltbildung arbeiten und lernen wollen.

Das FÖJ besteht auch der praktischen Tätigkeit an einer Einsatzstelle und fünf einwöchigen Seminaren. Diese Seminare dienen dem Erfahrungsaustausch, der Umweltbildung und der Bildung zur nachhaltigen Entwicklung.

Mehr Informationen zum FÖJ und eine Liste der Einsatzstellen unter: www.foej-bayern.de

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