Bayerischer Landtag

19.01.2011 - Bayerischer Club zeichnet die besten Facharbeiten aus

Seit mehr als zehn Jahren zeichnet der Bayerische Club Abiturientinnen und Abiturienten für herausragende Facharbeiten aus, die einen Bezug zu Bayern haben. Am 19. Januar 2011 wurden im Maximilianeum die Preise für 2010 vergeben. Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Prof. Albert Scharf, der Präsident dieses Vereins zur Förderung bayerischer Kultur, würdigten in einer Feierstunde die Arbeiten von vier jungen Frauen und drei jungen Männern.

Bild: Landespreisträger Florian Schober aus Waldkirchen mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Prof. Albert Scharf. | Foto: Rolf Poss
Landespreisträger Florian Schober aus Waldkirchen mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Prof. Albert Scharf. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Der Sieger kommt diesmal aus Niederbayern: Es ist Florian Schober vom Johannes-Gutenberg-Gymnasium in Waldkirchen (Landkreis Freyung-Grafenau). Er setzte sich in seiner Biologie-Facharbeit mit den Auswirkungen des Klimawandels in Bayern auseinander. Der Preis ist mit 1500 Euro dotiert.

Neben Florian Schober wurden noch sechs weitere Abiturientinnen bzw. Abiturienten für ihre Facharbeiten in den Fächern Biologie, Französisch, Geographie, Latein und Mathematik ausgezeichnet. Sie erhielten jeweils 750 Euro mehr(Dokument vorlesen)

Die Vielfalt der Themen hatte die Jury beeindruckt, berichtete Prof. Albert Scharf, als er die einzelnen Arbeiten vorstellte: Anja Höger vom Herder-Gymnasium in Forchheim zum Beispiel hatte eine witzige Idee umgesetzt: Sie entwickelte vor dem Besuch französischer Austauschschüler ein Brettspiel: „Wer hat das Zeug zum Bürgermeister?“ Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer punkten darin mit ihrem Wissen über Forchheimer Heimatgeschichte und Besonderheiten – alles perfekt in französischer Sprache. Christiane Sommer vom Von-Müller-Gymnasium in Regensburg hatte sich anhand einer mathematischen Modellierung an die Frage gewagt, wie schwer die Steinerne Brücke in ihrer Heimatstadt ist. Der Klimawandel und seine Auswirkungen wurden gleich zweimal untersucht, außerdem kunsthistorische Betrachtungen zu Apoll und Daphne im mittelfränkischen Ansbach angestellt.

Florian Grodeke aus Dachau mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Prof. Albert Scharf. | Foto: Rolf Poss
Katharina Wiedorfer aus Altötting mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Prof. Albert Scharf. | Foto: Rolf Poss
Christiane Sommer aus Regensburg mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Prof. Albert Scharf. | Foto: Rolf Poss
Anja Höger aus Forchheim mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Prof. Albert Scharf. | Foto: Rolf Poss
Vera Dufner aus Ansbach mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Prof. Albert Scharf. | Foto: Rolf Poss
Daniel Lorz mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Prof. Albert Scharf. | Foto: Rolf Poss
Bild: Preisverleihung im Konferenzzimmer des Maximilianeums: Landtagspärsientin Barbara Stamm sprach ein Grußwort. | Foto: Rolf Poss
Preisverleihung im Konferenzzimmer des Maximilianeums: Landtagspärsientin Barbara Stamm sprach ein Grußwort. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

„Heimatbewusstsein und Heimatverbundenheit sind ein hohes Gut, das es zu schützen und bewahren gilt. Sie, liebe Abiturientinnen und Abiturienten, haben mit Ihren Facharbeiten einen wichtigen Beitrag dazu geleistet“, sagte Landtagspräsidentin Barbara Stamm in ihrem Grußwort.

Josef Erhard, Ministerialdirektor am Staatsministerium für Unterricht und Kultus, lobte das sehr hohe wissenschaftliche Niveau aller Facharbeiten, die mit der Note 1 bewertet worden waren. Neben den erfolgreichen Abiturientinnen und Abiturienten beglückwünschte er auch den Bayerischen Club, denn sein Wettbewerb motiviere Schülerinnen und Schüler, sich vertieft mit Themen der bayerischen Heimat und Kultur zu beschäftigen.

Die Besinnung auf die eigene Identität sei keinesfalls rückwärtsgerichtet oder gar nostalgieverdächtig, sondern eine Bedingung der Zukunft, unterstrich Prof. Scharf bei der Preisübergabe. Gerade in einer Zeit scheinbar grenzenloser Mobilität sei es nötig, den Blick auf das zu richten, was Heimat ist. Der Bayerische Club wurde 1925 mit dem Ziel gegründet, das bayerische Selbstverständnis zu wahren und bayerische Kultur und Geschichte zu pflegen. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden alljährlich aus den Reihen der Abiturientinnen und Abiturienten ausgewählt, die für die Aufnahme in die Stiftung Maximilianeum vorgeschlagen sind./kh

Gruppenbild Preisträger 2010 

Die Preisträger 2010 mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm (4.v.l.), Prof. Albert Scharf, (3.v.l.), I. Vizepräsident Reinhold Bocklet (links), Königliche Hoheit Prinz Wolfgang (2.v.l.) und V. Vizepräsident Jörg Rohde (5.v.r.). | Foto: Rolf Poss
Die Preisträger 2010 mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm (4.v.l.), Prof. Albert Scharf, (3.v.l.), I. Vizepräsident Reinhold Bocklet (links), Königliche Hoheit Prinz Wolfgang (2.v.l.) und V. Vizepräsident Jörg Rohde (5.v.r.). | © Bildarchiv Bayerischer Landtag
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