Bayerischer Landtag

19.05.2010 - Landtagspräsidentin ist Schirmherrin beim "Judas vom Woid"

„Ich habe schon viele Schirmherrschaften übernommen. Aber so wurde sie mir noch nie angetragen“, strahlte Landtagspräsidentin Barbara Stamm, als sie der „Lichtenegger Bund“ um ihre Zusage für den „Judas vom Woid“ 2010 bat.

Bild: Gruppenfoto 1. Reihe von rechts: Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Theo Amberger, Bürgermeister von Rimbach im Landkreis Cham, Walter Kolbeck, Vorsitzender des Lichtenegger Bundes, Elisabeth Jeter und Eva Bablick. 2. Reihe von rechts: Judasdarsteller Wolfgang Reimer, Matthias Schulte, Jesus-Darsteller Ernst martin, Anton Thums, Franz Nagler und Sepp Brey. | Foto: Lichtenegger Bund
Gruppenfoto 1. Reihe von rechts: Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Theo Amberger, Bürgermeister von Rimbach im Landkreis Cham, Walter Kolbeck, Vorsitzender des Lichtenegger Bundes, Elisabeth Jeter und Eva Bablick. 2. Reihe von rechts: Judasdarsteller Wolfgang Reimer, Matthias Schulte, Jesus-Darsteller Ernst martin, Anton Thums, Franz Nagler und Sepp Brey. | © Lichtenegger Bund

Eine Gruppe von zehn Leuten aus Rimbach im Landkreis Cham hatte sich am 19. Mai, auf den Weg ins Maximilianeum in München gemacht. Mit einer Szene aus dem „Judas vom Woid“ stellten Walter Kolbeck, Wolfgang Reimer, Ernst Martin, Eva Bablick, Anton Thums und Matthias Schulte der Landtagspräsidentin die entscheidende Frage: „Sagen Sie zu?“ Für Barbara Stamm ein klarer Fall. Sie kommt gerne zur Premiere am 10. Juli 2010 auf den Hohen Bogen im Bayerischen Wald, freut sich auf die „Bayerische Passion.“

Bild: Mit einer Szene aus dem Judas vom Woid trugen Mitglieder des Lichtenegger Bundes Landtagspräsidentin Barbara Stamm die Schirmhherschaft über den Judas vom Woid 2010 an. | Foto: Lichtenegger Bund
Mit einer Szene aus dem Judas vom Woid trugen Mitglieder des Lichtenegger Bundes Landtagspräsidentin Barbara Stamm die Schirmhherschaft über den Judas vom Woid 2010 an. | © Lichtenegger Bund
Bild: Der Lichtenegger Bund brachte Geschenke mit, unter anderem den Judaskuss, einen Kräuterschnaps. | Foto: Lichtenegger Bund
Der Lichtenegger Bund brachte Geschenke mit, unter anderem den Judaskuss, einen Kräuterschnaps. | © Lichtenegger Bund

Gänsehaut-Stimmung auf Burg Lichteneck

Die Mitglieder des „Lichtenegger Bundes“ erregten mit ihren Kostümen großes Aufsehen im Maximilianeum. Sie nutzten gleich die Gelegenheit, bei Abgeordneten und Besuchergruppen für den „Judas vom Woid“ zu werben, der ab dem 10. Juli 2010 wieder für Gänsehaut-Stimmung auf Burg Lichteneck sorgen wird. Landtagspräsidentin Barbara Stamm lobte das Engagement der Theaterspieler für ihre Heimat: „Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag für das Gemeinschaftsleben in Ihrem Dorf. Mit Ihren Aufführungen ziehen Sie jedes Jahr wieder Hunderte von Zuschauern aus der Region an und begeistern sie.“

Bürgermeister Theo Amberger hatte der Landtagspräsidentin einen blauen Schirm mit dem Wappen der Gemeinde Rimbach mitgebracht. Barbara Stamm hofft aber, dass sie diesen Schirm bei der Premiere nicht aufspannen muss und dass milde Temperaturen herrschen. Dann spielen sie auch viel lieber, gestanden die Mitglieder des „Lichtenegger Bundes“, bei denen noch längst kein Lampenfieber herrscht. Sie sind kurze, aber intensive Proben auf dem letzten Drücker gewohnt, berichteten sie ihrer neuen Schirmherrin. Barbara Stamm freut sich auch auf die Begegnung mit Johannes Reitmeier, der seit seiner Studentenzeit den „Lichtenegger Bund“ als Regisseur und Autor zur Seite steht. Inzwischen ist er Intendant des Pfalztheaters in Kaiserslautern. Barbara Stamm kennt und schätzt ihn. Sie ist überzeugt, dass ihr ein großartiges Erlebnis bevorsteht.

Der „Judas vom Woid“ ist als Stück im Stück angelegt: Ein Dorf im Bayerischen Wald beginnt mit den Vorbereitungen für ein Passionsspiel. Die Rollen verteilen die Honoratioren um den Dorfpfarrer nicht ohne Hintergedanken. Denn eines ist klar: Der Jesus-Darsteller gewinnt an sozialem Ansehen, andere wiederum werden öffentlich als Hure oder Verräter gebrandmarkt. Je weiter sich die Handlung entwickelt, umso mehr schwinden die Grenzen zwischen der Realität des Dorflebens und dem Passionsspiel. In atmosphärisch starken Bildern und gefühlsgeladenen Szenen lassen die Schauspieler die bittere Parabel auf die Unverbesserlichkeit der Menschen aufleben. /hw

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