Bayerischer Landtag

20.01.2009 - Buchpräsentation "Das Maximilianeum. Biografie eines Gebäudes"

Seit fast genau 60 Jahren hat der Bayerische Landtag seinen Sitz im Münchner Maximilianeum. Ein Jubiläum, das natürlich gefeiert und gleichzeitig für einen weiteren Anlass genutzt wurde: Am 21. Januar 2009 stellten der Bayerische Landtag und der Allitera Verlag das neue Buch von Dr. Peter Jakob Kock, »Das Maximilianeum. Biografie eines Gebäudes«, im Konferenzzimmer des Altbaus vor.

Bild: Rund 100 Gäste besuchten die Präsentation des neuesten Buchs von Dr. Peter Jakob Kock | Foto: Alexander Strathern
Rund 100 Gäste besuchten die Präsentation des neuesten Buchs von Dr. Peter Jakob Kock | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Das Konferenzzimmer bot einen würdigen Rahmen, um die von dem Journalisten und Historiker ausgezeichnet recherchierte und fundiert verfasste Lebensgeschichte des Münchner Monumentalbaus zu präsentieren.

Neben Landtagpräsidentin Barbara Stamm und dem Verleger des Allitera Verlags, Dr. Wolfram Göbel, begrüßte als Vermieter des Hauses auch Hanspeter Beißer, Vorstand der Stiftung Maximilianeum, die rund 100 Gäste.

Beißer blickte in seiner Rede auf die Ursprünge des Maximilianeums zurück, als Gründer Max II. den Bau des Gebäudes zur Unterbringung von Stipendiaten in Auftrag gab, und schilderte auf interessante und anekdotenreiche Weise die Entwicklung bis zur heutigen Zeit, in der Stiftung und Landtag friedlich nebeneinander leben – ein Zustand, der nicht immer so war, wie Beißer hervorhob.

Bild: Autor Dr. Peter Jakob Kock während seines Vortrags
Autor Dr. Peter Jakob Kock während seines Vortrags "Ein Nationalbau - auch ohne Krone" | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Anschließend zeigte Autor Peter Jakob Kock mit seinem Kurzvortrag zum Thema »Ein Nationalbau – auch ohne Krone«, dass die Biografie des Maximilianeums nicht nur ungewöhnlich, sondern auch ereignis- und facettenreich ist.

Der Bau, der ursprünglich nur für die Stipendiaten und als Galerie für Monumentalgemälde gedacht war, wurde zwischenzeitlich gar dem Verfall preisgegeben, ehe Hitlers Schergen mit einem Propaganda-Coup das marode Gebäude sanierten. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Maximilianeum zum Massenluftschutzbunker für viele Münchner umfunktioniert, nichtsdestotrotz überstand der Bau diese Zeit ohne größere Schäden.
Nach Kriegsende nahm die Stiftung, auch aus Geldmangel, den Bayerischen Landtag als Mieter auf und es kam zu einer seltenen Konstellation: Studenten und Abgeordnete hielten sich fortan gemeinsam unter einem Dach auf. Neben ihnen gingen in der 152-jähringen Geschichte des Maximilianeums auch Hofpagen, Soldaten, Freicorpskämpfer, SA-Leute, Lateinforscher, Flakhelfer und Künstler hier ein und aus gingen.

Buchdeckel von "Das Maximilianeum. Biografie eines Gebäudes"
Buchdeckel von "Das Maximilianeum. Biografie eines Gebäudes" | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Angaben zum Buch

Peter Jakob Kock
Das Maximilianeum. Biografie eines Gebäudes
erschienen in der edition monacensia, Allitera Verlag
188 S., 55 Abb., ISBN 978-3-86520-322-9

Das Buch kann über jede Buchhandlung oder direkt über den Verlag bezogen werden.
Ansprechpartner des Verlags: Alexander Strathern Allitera Verlag/BUCH&media GmbH
Presse&Vertrieb
Ruffinistraße 21
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Tel: 089-13 92 90 46
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