Bayerischer Landtag

21.05.2012 - Landtagsvizepräsident Jörg Rohde empfängt kanadische Parlamentariergruppe im Maximilianeum

Bild: Die kanadische Parlamentsdelegation beim Rundgang durch das Maximilianeum. | Foto: Rolf Poss
Die kanadische Parlamentsdelegation beim Rundgang durch das Maximilianeum. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Ganz im Zeichen der engen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen Kanada und Deutschland stand am 21. Mai 2012 der Besuch von Abgeordneten des kanadischen Parlaments im Bayerischen Landtag: „Uns verbinden exzellente parlamentarische Beziehungen“, hob Landtagsvizepräsident Jörg Rohde hervor, der zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Alexander Radwan die Delegation im Maximilianeum willkommen hieß.

Jörg Rohde erinnerte an das 1999 geschlossene Partnerschaftsabkommen zwischen Bayern und der Provinz Québec, von dem man sich damals eine gute und fruchtbare parlamentarische Partnerschaft erhofft hatte. Diese Erwartungen, so Rohde, seien weit übertroffen worden: „Sowohl auf parlamentarischer als auch auf Regierungsebene und natürlich in den Bereichen der Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur findet Jahr für Jahr eine Fülle von Begegnungen statt.“ Gerade in Zeiten der Globalisierung und der weltweiten Vernetzung seien diese wichtig, um sich auszutauschen und voneinander lernen zu können.

Bei dem Zusammentreffen der bayerischen und kanadischen Parlamentarier im Maximilianeum standen dieses Mal vor allem wirtschaftspolitische Themen im Mittelpunkt: „Bayern ist bei kanadischen Firmen als Handelspartner und Sitz von Niederlassungen besonders bliebt“, unterstrich Delegationsleiter Gary Schellenberger. Ein umfassendes Wirtschafts- und Handelsabkommen (Comprehensive Economic and Trade Agreement, CETA) der EU mit Kanada, das kurz vor seinem Abschluss steht, sei deshalb von zentraler Bedeutung. Es soll den Marktzugang für europäische Industriegüter, landwirtschaftliche Produkte sowie Dienstleistungen in Kanada – und umgekehrt – erleichtern. Die Rohstoffversorgung, die Förderung von Austauschprogrammen für Universitäten und der Schuldenabbau in den öffentlichen Haushalten bildeten weitere Themenschwerpunkte. Gerade bei der Haushaltspolitik seien Kanada und Bayern in ihren Regionen jeweils Vorbilder, meinte Gary Schellenberger.

Bei einem gemeinsamen Rundgang durchs Haus hatte die siebenköpfige kanadische Delegation auch die Möglichkeit, den Plenarsaal sowie die historischen Säle des Maximilianeums zu besichtigen: „ein wunderschönes historisches und dennoch modernes Gebäude“, stellten die kanadischen Abgeordneten, die in München noch weitere Termine absolvierten, anerkennend fest. /kh

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