Bayerischer Landtag

23.11.2011 - Raus aus dem Unternehmen – rein in die Politik

40 Wirtschaftsjunioren lernen beim Know-How-Transfer 2011 im Bayerischen Landtag den Arbeitsalltag des Parlaments kennen.

Bild: Landtagspräsidentin Barabara Stamm mit den Wirtschaftsjunioren und Abgeordneten im Bayerischen Landtag. | Foto: Marion Schneider
Landtagspräsidentin Barabara Stamm mit den Wirtschaftsjunioren und Abgeordneten im Bayerischen Landtag. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

- Von Heidi Wolf -

40 Wirtschaftsjuniorinnen und –junioren aus allen Regionen Bayerns haben sich für drei Tage aus ihren Unternehmen ausgeklinkt, um Politik hautnah zu erleben. Ihr Arbeitsplatz vom 22. bis zum 24. November 2011 ist das Maximilianeum in München: Hier begleiten sie Abgeordnete aus allen Fraktionen zu Sitzungen und Gesprächen, lernen den Parlaments-Alltag kennen. „Es ist ein straffes Programm“, stellen die Teilnehmer an dem Know-How-Transfer 2011 übereinstimmend fest.

Das Angebot hat Tradition, berichtet Chris Payr aus Schweinfurt, der Landesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren Bayern. Manche seiner Kolleginnen und Kollegen melden sich immer wieder an so wie Florian Pittroff aus Nürnberg. „Es ist einfach spannend, die Diskussion in einer Fraktion zu verfolgen, die Arbeit in den Ausschüssen oder im Plenum zu beobachten und einen Einblick in das Innenleben zu bekommen“, beschreibt Pittroff sein Interesse.

Überrascht vom Arbeits-Pensum der Politiker

Jeder Wirtschaftsjunior hat seinen persönlichen Abgeordneten: Martin Okrslar aus München begleitet Landtagspräsidentin Barbara Stamm zu jedem Termin: Gespräche mit Ministern und Abgeordneten im Büro, Eröffnung der Ausstellung über die Hochschule für Politik in der Eingangshalle des Maximilianeums, Ältestenrat, Fraktionssitzung, Besprechung mit Mitarbeitern – ein Termin jagt den anderen. Der Wirtschaftsjunior ist beeindruckt von dem Pensum. Für ihn ist diese intensive Begegnung mit der Politik eine wichtige Erfahrung.

Die Wirtschaftsjunioren kommen aus den unterschiedlichsten Berufen. Rechtsanwälte sind dabei, Finanz- und Versicherungsmakler, Software-Unternehmer, Sportmanager, Inhaber von Modegeschäften oder Glasermeister wie Martin Rupflin aus Lindau. Sein persönlicher Abgeordneter ist Alexander Muthmann von den FREIEN WÄHLERN, der stellvertretende Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Bayerischen Landtag. Er hat die Gäste am ersten Tag willkommen geheißen, ehe sie in die verschiedenen Gruppen für die verschiedenen Fraktionen aufgeteilt wurden. Muthmann schätzt diesen „Blick von außen“, freut sich auf den Gedankenaustausch: „Welche Erwartungen haben junge Unternehmer an die Politik, wie stehen sie zu wichtigen gesellschaftlichen Fragen, was treibt sie um, wo liegen Probleme, wo sehen sie Chancen?“ Übereinstimmende Meinung der Beteiligten aus allen Fraktionen: Solche Begegnungen sind wichtig – für beide Seiten.

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