Bayerischer Landtag

24.02.2011 - Richtfest für den Erweiterungsbau im Nordhof

Bild: Richtkranz auf der größten Baustelle des Bayerischen Landtags | Foto: Rolf Poss
Richtkranz auf der größten Baustelle des Bayerischen Landtags | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Auf der größten Baustelle des Bayerischen Landtags thront der Richtkranz: Der Erweiterungsbau im Nordhof des Maximilianeums (MEN) ist im Rohbau fertig. 15,4 Millionen Euro kostet das neue Gebäude, das die akute Raumnot beseitigen soll. Die ohnehin schon beengten Platzverhältnisse verschärften sich mit den Landtagswahlen 2008, als erstmals fünf Fraktionen in den Landtag einzogen. „Jetzt halfen keine Notlösungen mehr – jetzt brauchte es wieder einen neuen großen Wurf!“, erinnerte Landtagspräsidentin Barbara Stamm am 24. Februar 2011 beim Richtfest.

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Der Richtkranz wurde mit einem Kran auf das Dach des Erweiterungsbaus gehievt. | Foto: Rolf Poss
Ein dreifaches Hoch auf die die Bauherrschaft, die Planerschaft und das goldene Handwerk: Zimmermann Gustav Arnold sprach den traditionellen Richtspruch. | Foto: Rolf Poss
Die Ammerthaler Blasmusik aus Vaterstetten sorgte beim Fest der Bauleute für zünftige Musik. | Foto: Rolf Poss
Blick ins Publikum (v.l.): Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Georg Winter, Vorsitzender des Haushaltsausschusses, Innenminister Joachim Herrmann, Architektin Hilde Leon und I. Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet. | Foto: Rolf Poss
Nach dem Richtspruch: Gemeinsamer Rundgang der geladenen Gäste durch den Rohbau des Erweiterungsbaus. Rechts: Bauleiter Oliver Bläsig und Architektin Hilde Leon. | Foto: Rolf Poss
Landtagspräsidentin Barbara Stamm im Gespräch mit Architektin Hilde Leon. Das Projekt wird nach den Plänen des Berliner Architekturbüros Leon Wohlhage Wernik realisiert. Das Büro hatte den Architektenwettbewerb gewonnen. | Foto: Rolf Poss
Bild: Innenminister Joachim Herrmann, der bayerische Bauminister, hielt die Festansprache. | Foto: Rolf Poss
Innenminister Joachim Herrmann, der bayerische Bauminister, hielt die Festansprache. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Auch Innenminister Joachim Herrmann, der „bayerische Bauminister", unterstrich in seiner Festansprache: „Für unsere Parlamentarier ist eine zeitgemäße bauliche Unterbringung wichtig, um effektiv arbeiten zu können. Er dankte allen am Bau Beteiligten für den bisher so zügigen, reibungslosen und unfallfreien Ablauf – den Planungsbüros, Ingenieuren und Fachfirmen sowie dem Landtagsamt und der Staatsbauverwaltung.

Bei den Planungen habe das Thema Energieeffizienz eine große Rolle gespielt. Planungsziel sei ein energetisch vorbildliches Gebäude in Anlehnung an den Passivhausstandard gewesen. Herrmann: „Diese Vorgabe wurde konsequent umgesetzt. Der Jahresheizwärmebedarf des Neubaus wird nahezu fünfmal besser sein als der eines vergleichbaren Gebäudes mit dem normalen Standard.“ Dies entlaste nicht nur den Staatshaushalt, sondern trage auch zum Klimaschutz bei.

Der Innenminister betonte, dass ein Neubau an einem historischen Ort wie dem Maximilianeum eine sensible Angelegenheit sei. Entscheidend sei gewesen, den Neubau in einer Form unterzubringen, die dem Alten angemessen und doch zugleich modern und zukunftsweisend sei. „Der kubische Erweitungsbau ist wie ein Passstück eingefügt. Er respektiert einerseits das Ensemble, andererseits kann er aber bauliche Eigenständigkeit für sich beanspruchen. Wie bereits bei den Erweiterungsbauten der Jahre 1994/95 kommen an den Fassaden Terracotta und Glas zum Einsatz“, so Herrmann.

Bild: Landtagspräsidentin Barbara Stamm bedankte sich bei allen am Bau Beteiligten. | Foto: Rolf Poss
Landtagspräsidentin Barbara Stamm bedankte sich bei allen am Bau Beteiligten. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Landtagspräsidentin Barbara Stamm dankte dem Präsidium, der Baukommission, den staatlichen Behörden, den Fachfirmen, Ingenieuren, Planungsbüros, dem Berliner Architekturbüro Léon Wohlhage Wernik sowie – ganz besonders – der Stadt München, die äußerst kooperativ und schnell die Dinge auf den Weg gebracht hat. Sogar nach dem strengen Wintereinbruch seien die Bauarbeiten zügig vorangekommen: „Kein Wetter war Ihnen zu schlecht. Sie waren immer auf der Baustelle und haben die Zeit genutzt“, rief die Landtagspräsidentin allen Bauschaffenden anerkennend zu. Die Betonierarbeiten seien stets mit großem Vorlauf angekündigt und wenn möglich freitags oder in sitzungsfreien Wochen durchgeführt worden. Für die perfekte Planung dankte sie namentlich Bauleiter Oliver Bläsig und Polier Klaus Aschenbrenner. Insgesamt sei der Rohbau in einer eindrucksvollen Gemeinschaftsaktion errichtet worden.

Die Landtagspräsidentin leitete auch die Baukommission, die in stundenlangen Sitzungen um die besten Lösungen rang und dabei immer die Kosten im Auge hatte: 15,4 Millionen allein für den Erweiterungsbau hatte der Haushaltsausschuss des Landtags bewilligt. Dazu kommen noch einmal rund 2,1 Millionen Euro für den Verbindungsbau Altbau-Nord und für Anpassungsmaßnahmen im Bestand. „Sie können stolz sein, wie wir aufs Geld achten“, wandte sich Barbara Stamm an Georg Winter, den Vorsitzenden des Haushaltsausschusses.

Bild: Reinhold Pfeufer, Leitender Baudirektor Staatliches Bauamt München 2, zeigte sich optimistisch, dass bis März 2012 das Bauwerk fertiggestellt ist. | Foto: Rolf Poss
Reinhold Pfeufer, Leitender Baudirektor Staatliches Bauamt München 2, zeigte sich optimistisch, dass bis März 2012 das Bauwerk fertiggestellt ist.| © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Reinhold Pfeufer, Leitender Baudirektor Staatliches Bauamt München 2, bezeichnete die Baustelle im Nordhof angesichts der räumlichen Enge im historischen Komplex des Maximilianeums als „anspruchsvolles Projekt“. Die Bauarbeiten seien bisher planmäßig und reibungslos verlaufen. Er zeigte sich zuversichtlich, dass das Bauwerk weiterhin so gut voranschreiten werde und im Frühjahr 2012 bezugsfertig ist.

Traditioneller Richtspruch ud Richtschmaus
Nach den Festreden sprach Gustav Arnold, ein gelernter Zimmermann vom Bauamt, den traditionellen Richtspruch mit einem dreifachen Hoch auf die Bauherrschaft, die Planerschaft und das goldene Handwerk. Mit einem Kran wurde der Richtkranz nach oben, auf das fünfte Obergeschoss des Erweiterungsbaus, gehievt. Die Ausrichter des Festes, das Staatliche Bauamt München 2 und das Landtagsamt, luden dann – wie es der Brauch ist – alle Bauschaffenden zum Richtschmaus in die Landtagsgaststätte. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Ammerthaler Blasmusik aus Vaterstetten.

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Freuen sich über die Fertigstellung des neuen Rohbaus im Nordhof des Maximilianeums: Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Innenminister Joachim Herrmann. | Foto: Rolf Poss
Freuen sich über die Fertigstellung des neuen Rohbaus im Nordhof des Maximilianeums: Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Innenminister Joachim Herrmann. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag
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