Bayerischer Landtag

24.07.2012 - Überlebende des KZ Flossenbürg zu Besuch im Landtag

Anerkennung und Dankbarkeit für die Erinnerungsarbeit der Zeitzeugen in der Gedenkstätte Flossenbürg.

Bild: Landtagsdirektor Peter Worm begrüßt die Überlebenden des KZ Flossenbürg im Plenarsaal des Landtags. | Foto: Rolf Poss
Landtagsdirektor Peter Worm begrüßt die Überlebenden des KZ Flossenbürg im Plenarsaal des Landtags. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Bei einem Besuch am 24. Juli 2012 im Bayerischen Landtag begrüßten die Abgeordneten karl Freller (CSU) und Annette Karl sowie Landtagsdirektor Peter Worm acht Männer und Frauen, die derzeit in der der Gedenkstätte Flossenbürg wichtige Erinnerungsarbeit als letzte Zeitzeugen leisten. "Wir wissen, dass ihnen der Besuch im ehemaligen KZFlossenbürg sehr schwer gefallen sein muss. Umso dankbarer sind wir, dass sie den weiten und schweren Weg auf sich genommen haben, um hier mit Jugendlichen über ihre schreckliche Erfahrungen zu sprechen", wandte sich Landtagsdirektor Peter Worm an die Überlebenden des ehemaligen KZ. Die Männer und Frauen, alle über 80, sind aus der Ukraine, Belorus, Israel und sogar den USA nach Bayern gekommen, um ihre Erinnerungen weiter zu geben. "Vielleicht ist dieser Besuch auch für sie eine Gelegenheit, das demokratische Deutschland kennen zu lernen, das aus seiner Geschichte gelernt hat", fügte Peter Worm hinzu, bevor er den Besuchern eine kurze Einführung in die Geschichte des Maximilianeums gab.

Dank an das Engagement der Überlebenden

Auch Annette Karl dankte den Männern und Frauen für Bereitschaft als Opfer zu den Stätten der Verbrechen zurück zu kommen und dort Erinnerungsarbeit zu leisten. "Wir sind verpflichtet unseren Kindern Grudnwerte weiter zu geben und sie helfen durch ihre Erinnerungsarbeit dabei mit. Was sie für uns leisten, kann man gar nicht überschätzen", erklärte Karl und wünschte allen die "Kraft weiterhin nach Bayern zu kommen". Karl Freller versprach in seiner Funktion als Direktor der Stiftug Bayerische Gedenkstätten, weiter in die Erinnerungsarbeit zu investieren. "Wir wollen die Gedenkstätte Flossenbürg noch weiter ausbauen, um eine würdige Erinnerungsarbeit zu gewährleisten", sagte Freller und erläuterte, dass es weiterhin das Ziel bleibe, dass in Bayern jede Schülerin und jeder Schüler während seiner Schulzeit wenigstens einmal eine der beiden Gedenkstätten besucht.

"Gedenkstätten sind nicht nur Erinnerungsorte, sondern auch Lernorte"

"Die Gedenkstätten sind nicht nur erinnerungsorte, sondern auch Lernorte. Und sie helfen mit ihrer Arbeit mit, die Erinnerung wachzuhalten", dankte Freller und wies darauf hin, dass die Gedenkstätten in Dachau und Flossenbürg jährlich von rund 900 000 Menschen besucht werden. Freller betonte zudem, dass es nicht nur die Pflicht der Parlaments sei, die Erinnerungsarbeit zu unterstützen, sondern ein tief empfundenes Anliegen. "Mir ist wichtig, dass sie sich hier bei uns wohl fühlen und verstehen, dass uns auch der menschliche Kontakt zu ihnen sehr am Herzen liegt", schloß Freller. Die Angesprochenen dankten mit langem Beifall. /zg

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