Bayerischer Landtag

25.04.2012 - Kinderkrippe Minimaxi bekam zweite Gruppe

Bild: Landtagspräsidentin Barbara Stamm mit dem kleinen Gabriel und seiner Mutter bei der Eröffnung der zweiten Gruppe der Kinderkrippe. | Foto: Rolf Poss
Landtagspräsidentin Barbara Stamm mit dem kleinen Gabriel und seiner Mutter bei der Eröffnung der zweiten Gruppe der Kinderkrippe. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

- Von Heidi Wolf -

Der Bayerische Landtag hat ein Herz für Kinder und Eltern: Die Kinderkrippe MiniMaxi in der Max-Planck-Straße 5 in München wurde um eine zweite Gruppe erweitert. Damit stehen nun 19 Plätze zur Verfügung. „Das soll ein Beispiel für alle staatlichen Behörden sein“, betonte Landtagspräsidentin Barbara Stamm bei der offiziellen Eröffnung am Mittwoch, 25. April 2012. Das bayerische Parlament ist das einzige in ganz Deutschland, das eine eigene Kinderkrippe betreibt. Die Buben und Mädchen bringen Leben in das Abgeordnetenhaus in der Max-Planck-Straße 5, das nur eine Gehminute vom Maximilianeum entfernt ist, wo die Eltern arbeiten: Vom MiniMaxi profitieren die Abgeordneten und ihre Mitarbeiter/innen, die Beschäftigten des Landtagsamtes, der Geschäftsstelle des Datenschutzbeauftragten und der Fraktionsgeschäftsstellen sowie die Mitglieder der Landtagspresse. „Wir sind glücklich, dass es dieses Angebot gibt“, waren sich Väter und Mütter bei der kleinen Eröffnungsfeier einig. Die Mitarbeiterin einer Fraktionsgeschäftsstelle hatte sich schon im fünften Schwangerschaftsmonat um einen Kita-Platz der Stadt München beworben, aber eine Absage bekommen. Im September, wenn ihr Sohn Lennart ein Jahr alt wird, kommt er ins MiniMaxi. „Hier ist es von der Betreuung und der Umgebung her optimal“, schwärmt die Mutter.

Die Kinderkrippe des Bayerischen Landtags ist auf Initiative von Präsidentin Barbara Stamm entstanden. Als dreifache Mutter kennt sie die Nöte von berufstätigen Müttern aus eigener Erfahrung. „Ich will den Müttern von heute ermöglichen, was es zu meiner Zeit nicht gab“, beschreibt Stamm ihre Motivation für das Projekt, das im November 2009 mit zehn Plätzen eröffnet wurde und seitdem erfolgreich läuft. Wegen der großen Nachfrage hat der Landtag jetzt angebaut und weitere neun Plätze geschaffen. Das geschah mit Zustimmung des gesamten Präsidiums, das sich einmütig hinter das Projekt stellte. Um die Kinder im Alter bis zu drei Jahren optimal betreuen zu können, wurden eine weitere Erzieherin und eine Kinderpflegerin eingestellt. Zu Beginn des neuen Krippenjahres im September 2012 soll dann noch eine Ergänzungskraft dazukommen.

Um die zweite Gruppe in der Max-Planck-Straße 5 zu ermöglichen, sind Abgeordnete in andere Häuser umgezogen. Leitender Baudirektor Reinhold Pfeufer vom Staatlichen Bauamt München I berichtete von schwierigen, aber gelungenen Umbaumaßnahmen. Anschließend baten Pater Alfons Friedrich (SDB) und Pfarrerin Eva Forssman um den Segen Gottes für die neuen Räume, die Kinder, die hier spielen und lernen und für die Menschen, die sich um die Kleinen kümmern.

Siehe auch Beitrag „Das Team der Kinderkrippe des Landtags" im Online-Magazin „Maximilianeum“ mehr

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