Bayerischer Landtag

25.06.2012 - Scheckübergabe für Aktion Knochenmarkspende Bayern

Landtagspräsidentin Barbara Stamm nahm heute in ihrer Funktion als Schirmherrin der Stiftung Aktion Knochenmarkspende im Maximilianeum einen Spendenscheck entgegen.

Bild: Dr. Hans Knabe, Geschäftsführer der Aktion Knochenmarkspende Bayern, Reinhold Gütebier, Vertriebsleiter der Firma Segmüller, Prof. Dr. Arthur Wischnik, Direktor der Frauenklinik im Klinikum Augsburg und Landtagspräsidentin Barabara Stamm bei der Schecküb | Foto: Rolf Poss
Dr. Hans Knabe, Geschäftsführer der Aktion Knochenmarkspende Bayern, Reinhold Gütebier, Vertriebsleiter der Firma Segmüller, Prof. Dr. Arthur Wischnik, Direktor der Frauenklinik im Klinikum Augsburg und Landtagspräsidentin Barabara Stamm bei der Schecküb | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Schirmherrin der Aktion Knochenmarkspende Bayern nahm einen Scheck über 30 000 Euro für die die Bayerische Stammzellbank, gemeinnützige Tochter der Stiftung Aktion Knochenmarkspende, entgegen. Damit sollen weitere Nabelschnurblutspenden ermöglicht werden, die für Patienten mit Leukämie und anderen Blutkrankheiten lebenswichtig sind.
Stammzellen aus Nabelschnurblut eignen sich dabei für Patienten, die keinen passenden Stammzellenspender haben. Allerdings ist die Aufbereitung für jedes Transplantat aufwändig und teuer. Die Firma Segmüller hatte seine zuliefernden Geschäftspartner gebeten auf Weihnachtspräsente zu verzichten und stattdessen die Aktion Knochenmarkspende mit einer Spende zu unterstützen. Auf diese Weise kamen über 20 000 Euro zusammen, Segmüller rundete die Summe dann so wie bereits im Vorjahr auf 30 000 Euro auf. Reinhold Gütebier, Vertriebsleiter von Segmüller, will dieses Spendenmodell für die Zukunft beibehalten: "Wir haben diese Unmengen an Geschenken gesehen, die hin und her geschickt werden und dachten, das ist Geld, das man besser nützen kann." Stiftungsvorstand Dr. Han Knabe dankte Segmüller für das Engagement und bekräftigte wie wichtig Spenden für die Arbeit der Stiftung sind. "Ohne die Unterstützung von privaten Förderern könnten wir unsere Arbeit nicht leisten, zumal wir uns zunehmend mit der Konkurrenz durch Privatfirmen befinden, die aus dem Sammeln von Nabelschnurblut ein Geschäftsmodell gemacht haben", sagte Knabe. Pof. Dr. Arthur Wischnik, Direktor der Frauenklinik im Klinikum Augsburg bestätigte auf Nachfrage von Landtagspräsidentin Barbara Stamm, dass diese private Konkurrenz den Aufbau einer zentralen Stammzellenbank erschwere. "Werdende Eltern werden schon sehr früh angesprochen und sollen für mehrere 1000 Euro das Nabelschnurblut für ihre Kinder einfrieren lassen. In der Praxis werden diese Stammzellen wohl kaum jemals eingesetzt und wären in einer global zugänglichen Stammzellenbank sehr viel sinnvoller", erläuterte Wischnik. Die Aktion Knochenmarkspende Bayern leistet die Arbeit kostenlos und stellt die Stammzellen jedem Schwerkranken zur Verfügung. / zg

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