Bayerischer Landtag

27.03.2012 - Kulinarische Spezialitäten aus Oberfranken im Landtag

Die Ausstellung "Essbares Fichtelgebirge" warb für die Region im Nordosten des Freistaats und seine besondere Küche.

Bild: Landtagspräsidentin Barbara Stamm mit dem Abgeordneten Dr. Christoph Rabenstein. | Foto: Rolf Poss
Landtagspräsidentin Barbara Stamm mit dem Abgeordneten Dr. Christoph Rabenstein. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Brennnessel, Gundermann, Kornblumen und Gänseblümchen - all diese Pflanzen und viele mehr sind nicht nur essbar, sondern richtig zubereitet auch noch außerordentlich schmackhaft. Dies demonstrierte die Ausstellung „Essbares Fichtelgebirge“, die Landtagspräsidentin Barbara Stamm 27. März 2012 im Maximilianeum eröffnete. Auf Anregung des Abgeordneten Dr. Christoph Rabenstein präsentierte der Verein „Essbares Fichtelgebirge e.V.“ seine ungewöhnliche Initiative im strukturschwachen Nordosten Bayerns. Mit regionalspezifischer Qualitätsgastronomie, die sich an traditionellen Rezepten orientiert, sollen Touristen angezogen und Arbeitsplätze geschaffen werden. Landtagspräsidentin Stamm würdigte insbesondere das Engagement der Bürger für ihre Region: „Es gibt sie ja, die Menschen, die nicht jammern, sondern anpacken und aus dem Fichtelgebirge etwas Neues machen wollen: eine erste touristische und kulinarische Adresse etwa mit intakter Natur, in der wächst und gedeiht, was sich zur Weiterverarbeitung und zur geschmackvollen Zubereitung eignet. Ich würde sagen: das Fichtelgebirge ist allemal eine Reise wert.“

Dr. Christoph Rabenstein, selbst Fichtelgebirgler, beklagte, dass viele Menschen unberührte Natur und Erholung weitab im Ausland suchen würden und dabei die Attraktionen in der Nähe fahrlässig übersehen: „Wir haben wunderschöne Landschaften, ein Paradies für Touristen, Wanderer und Naturliebhaber. Die müssen wir wieder ins Fichtelgebirge holen.“

Jutta Hecht-Heusinger, Vorsitzende des Vereins Essbares Fichtelgebirge, ist stolz auf den Zusammenhalt der Menschen im Fichtelgebirge, die sich auf ihre Stärken besinnen und sich nicht mit der Situation abfinden. „Wir haben hier Nichts neu erfunden, aber wir bilden mit Schwerpunkt Wildkräuterküche aus und unsere Köche sind schon eine Art Alleinstellungsmerkmal“, erklärte Hecht-Heusinger stolz und stellte auch klar, dass das Fichtelgebirge kein Mitleid brauche, auch wenn es weiterhin Abwanderungsbewegungen in der Region gäbe. „Die Besten bleiben und das sind wir“, rief Hecht-Heusinger kämpferisch unter dem Beifall der anwesenden Abgeordneten und der Landtagspräsidentin.

Im Landtag kommen Abgeordnete, Beschäftigte und Besucher für eine Woche in den Genuss von Wildkräuter- Spezialitäten aus Oberfranken – angerichtet mit freundlicher Unterstützung fachkundiger Köche aus dem Fichtelgebirge.

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